Alonso nimmt die 60 Runden von Startplatz acht unter die Räder, hofft allerdings, noch ein Ass im Ärmel zu haben. Anders als sechs der sieben vor ihm stehenden Fahrer - Mark Webber (Red Bull) ist die einzige Ausnahme - geht Alonso mit der härteren Medium-Mischung von Pirelli ins Rennen.
"Wir müssen abwarten, wie sich die weichen Reifen verhalten. Wenn die anderen damit große Probleme haben und sehr früh an die Box müssen, dann bekommen sie natürlich ein Problem mit dem Verkehr", sagt Alonso, der mit seinen Medium-Pneus genau aus dieser Variante Kapital schlagen will.
Ob die Rechnung aufgehen wird, darüber ist sich jedoch auch der Ferrari-Pilot noch nicht im Klaren. "Wir müssen abwarten, welches die beste Strategie ist", betont Alonso und merkt an, dass die Lebensdauer der Soft-Reifen "eher zufällig" als vorhersehbar sei: "Gestern bin ich mit den weichen Reifen gefahren und hatte keine großen Probleme. Gut, es war relativ langsam, aber zwölf, 14, 16 Runden haben sie gehalten. Heute morgen habe ich drei Runden geschafft, weil die Reifen schon am Ende waren."
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"Unmöglich vorherzusagen"
Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali tappt ebenfalls im Dunkeln. "Niemand weiß, welche Strategie letztendlich aufgehen wird. Es ist einfach unmöglich vorherzusagen, wie sich die Dinge entwickeln", sagt der Italiener, dessen Mannschaft genau wie die Red-Bull-Truppe beide Strategievarianten abdeckt: Alonso (8.) startet wie Webber (4.) auf Medium und Felipe Massa (5.) startet wie Polesetter Vettel auf Soft.
Bei der Frage, ob die Medium-Variante aufgehen kann, sieht Domenicali genau wie Alonso "den Verkehr auf der Rennstrecke" als einen entscheidenden Faktor an und bezieht sich dabei auf das Szenario, dass die anfangs weich bereifte Konkurrenz nach einem möglicherweise frühen Boxenstopp aufgehalten werden könnte.
Wie Domenicali zugibt, geht es für Ferrari am Sonntag aber ohnehin nicht darum, Alonsos minimale Titelchancen noch eine weitere Woche am Leben zu erhalten. Vielmehr will sich die Scuderia aus Maranello darauf konzentrieren, im Kampf um Platz zwei bei den Konstrukteuren die Oberhand gegenüber Mercedes und Lotus zu behalten. Ein Abrutschen hinter diese beiden Teams wäre "natürlich alles andere als positiv und wir müssen alles tun, um unsere derzeitige Position zu halten", so der Ferrari-Teamchef.
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