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McLaren will Sieg in Korea
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Publiziert 16/10/2011 um 09:40 GMT+2 Uhr
Nach dem Gewinn der Fahrer-Weltmeisterschaft hat Red Bull beim GP von Südkorea auch den Titel in der Konstrukteursserie verteidigt. Sebastian Vettel, der im Qualifying seine Reifensätze schonte, sicherte sich in Yeongam den zehnten Sieg in dieser Saison. Zweiter wurde Lewis Hamilton im McLaren.
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Von Tobias Ruf
Wer vermutet hatte, dass es der frischgebackene Weltmeister nach seinem WM-Triumph etwas ruhiger angehen lässt, wurde gleich am Start eines Besseren belehrt. Vettel attackierte den von der Pole-Position gestarteten Hamilton schon in der ersten Kurve und zog nach wenigen Metern am Briten vorbei.
Großer Verlierer des Starts war McLaren-Teamkollege Jenson Button. Der Sieger aus Japan verlor im Start-Getümmel den Überblick und büßte drei Startplätze ein. An sechster Stelle liegend, hatte der Brite folglich keine Chance um den Sieg zu fahren.
Hamilton & Webber in Schlagdistanz
Vettel dominierte das Rennen zu Beginn nach Belieben und konnte seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Über fünf Sekunden hatte er Hamilton bereits distanziert, ehe das Safety-Car auf die Strecke musste und Vettels Vorsprung zunichte machte.
Grund für den Einsatz des Safety-Cars war ein spektakulärer Crash zwischen Michael Schumacher und Witali Petrow in Runde 17. Der Russe war nach einem Verbremser bei einem Überholmanöver an Alonso vor der Schikane auf das Heck von Schumacher gekracht und hatte eine Menge Trümmerteile auf der Strecke verloren.
Schumacher und Petrow mussten das Rennen beenden, der Vorfall wird nach dem Rennen untersucht und könnte für Petrow Konsequenzen haben. "Gefährlich würde ich nicht sagen. Das sind Rennsituationen, die halt vorkommen", sagte der Mercedes-Pilot.
In der 21. Runde wurde das Rennen wieder freigegeben. Vettel entschied den Re-Start für sich, hatte aber direkt nach der Safety-Car-Phase nicht mehr die Dominanz wie im ersten Renndrittel. Hamilton und Webber waren auf Schlagdistanz, konnten den entscheidenden Angriff aber nicht setzen.
In der 33. Runde gingen Vettels Verfolger in die Box, um sich neue Reifen abzuholen. Der Weltmeister blieb zwei Runden länger auf der Strecke und konnte so einige Sekunden gutmachen. "Es war heute der Tag des Teams. Das ist ziemlich beeindruckend, was die Jungs geleistet haben", so Vettel nach dem Rennen.
Zweitbester Deutscher Rosberg
Hamilton und Webber lieferten sich ein packendes Duell um den zweiten Platz. Der Australier startete mehrere Überholmanöver und kämpfte verbissen. Hamilton wehrte sich aber tapfer und konnte den zweiten Platz letztendlich ins Ziel retten. Profiteur des packenden Duells war einerseits Vettel, der ungehindert an der Spitze seine Kreise zog und so seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute.
Aber auch Fernando Alonso kam näher an die Duellanten heran und befand sich gegen Rennende in Schlagdistanz zum Podest. Doch der Spanier gab sich drei Runden vor Schluss geschlagen und meldete per Boxenfunk, dass er den Kampf um das Podium aufgebe.
Nach 55 aufregenden Runden überquerte der 24-jährige Heppenheimer den Zielstrich als Erster und feierte seinen zehnten Sieg in dieser Saison. Hamilton wurde Zweiter und Webber machte mit seinem dritten Platz den Konstrukteurs-Titel für Red Bull perfekt.
Neben Vettels bekannt souveränem Auftritt war auch Red Bulls bemerkenswerte Reifentaktik ein Hauptfaktor für den erneuten Erfolg. Da die Strecke in Südkorea sehr reifenintensiv ist, hatten sich die "Bullen" im Qualifying einen Satz harte Reifen und drei Mal Super-Soft aufgespart. Vettel hatte somit im Rennen ideale Voraussetzung und feierte dank des gelungenen Pokers einen ungefährdeten Erfolg.
Button wurde Vierter vor Alonso und Massa. Zweitbester Deutscher wurde Nico Rosberg, der im Mercedes GP ein beherztes Rennen fuhr aber gegen die Konkurrenz von Red Bull, McLaren und Ferrari einmal mehr chancenlos war. Adrian Sutil im Sahara Force India wurde Elfter, Timo Glock im unterlegenen Marussia Virgin fuhr auf Platz 18.
TV-Tipp:
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