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Vom Auto zum Siegerauto
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Publiziert 22/04/2011 um 14:26 GMT+2 Uhr
Die großartige Aufholjagd von McLaren mündete beim Grand Prix von China in einem Sieg von Lewis Hamilton. Wer hätte das noch vor wenigen Wochen gedacht? Bei den Testfahrten im Winter traten gleich reihenweise Probleme auf, vor allem die Zuverlässigkeit ließ deutlich zu wünschen übrig.
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Für Technikchef Paddy Lowe. war es "der schlimmste Winter, den ich seit 20 Jahren bei McLaren erlebt habe". Als der MP4-26 nicht das hielt, was man sich - und der Welt bei der Vorstellung in Berlin - davon versprochen hatte, fuhr der Betrieb in Woking in den Volllast-Modus.
Die Techniker feilten neue Teile, kopierten das Red-Bull-Auspuffsystem, Testpilot Gary Paffett verbrachte viele Stunden im Simulator - mit Erfolg. Pünktlich zum Auftakt in Melbourne waren die Briten wieder da.
"Das alles war schlimmer als 2009, denn damals ging es nur um Performance. In diesem Winter stimmte die Leistung nicht, zusätzlich hatten wir keine Zuverlässigkeit", klagt Lowe. Stolz beobachtete der Brite das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen schließlich in Australien. "Als wir das erste Freie Training erlebten, waren wir alle sehr erleichtert." Die Krönung folgte dann in China.
Der Sieg ist erst der Anfang
"Wir brauchten diesen Sieg", sagt Hamilton. "Wenn wir uns die vergangenen Wochen noch einmal vor Augen führen, dann haben wir etwas Unglaubliches vollbracht. Wir verwandelten das Auto in ein Siegerauto. So etwas ist uns noch nie in einer so kurzen Zeit gelungen. Hut ab vor allen Angestellten im McLaren-Technology-Centre."
Hamilton aber will noch mehr. "Vor uns liegt noch einiges an Arbeit, um mit Red Bull gleichzuziehen", sagt er. "Das bisher Geleistete ist unglaublich, doch wir müssen mit weiteren Updates und Verbesserungen in den türkischen Grand Prix gehen, um wieder an der Spitze mitzufahren."
Der Sieg in China sei die perfekte Art und Weise, in die Europasaison zu starten - "aber erst der Anfang eines großen Kampfes".
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