Entsprechend war das Fazit von Schumacher bei "Sky" positiv: "Ich glaube, wir können ganz happy mit dem sein, was wir erreicht haben. Wir hatten ein gutes Rennen, wenige Fehler und [haben] natürlich die Zielflagge wieder gesehen."
Es war Schumachers dritte Zielankunft im dritten Formel-1-Grand-Prix, und eine, in der er in der Schlussphase betont aggressiv unterwegs war und sich Latifi zurechtlegte. "Wir hatten schon ein gutes Stück mehr Pace als Nicholas", sagte er. "Da kommt man aber einfach nicht vorbei. Das ist leider zum verrückt werden."
Erst nach einem Verbremser von Latifi bot sich Schumacher eine Chance, und die nutzte der Formel-1-Neuling aus. "Ich hatte es [davor] ein paar Mal schon fast geschafft. Dann hatte ich ein stehendes Rad oder bin auf der Geraden einfach nicht vorbeigekommen. Er scheint ein bisschen besser gewesen zu sein auf den Geraden als wir."
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Deshalb musste Schumacher auf einen Fehler warten, und dieser Fehler kam. Doch Schumacher glaubt: Wäre er eher an Latifi vorbegekommen, es wäre noch mehr drin gewesen für ihn: "Ich hatte so viel mehr Pace in mir. Ich bin mir auch recht sicher, dass wir George [Russell] noch geschnappt hätten, wenn das Überholen einfacher gewesen wäre."
So aber habe er beim langen Hinterherfahren seine Reifen regelrecht "verbrannt" und lief zwischen den Williams-Fahrern ins Ziel ein. "Im Endeffekt: Hätte, hätte, Fahrradkette", sagte Schumacher. "Wir haben es gut gemacht, glaube ich."

GP Portugal: Vettel erlebt enttäuschendes Rennen in Portimão

Sebastian Vettel hingegen erlebte in Portugal einen enttäuschten Nachmittag. Denn wer aus den Punkterängen losfährt, der will auch in den Punkterängen ankommen. Das aber hat Vettel in Portimão nicht geschafft. Im Gegenteil: Aston-Martin-Fahrer Vettel büßte im Rennverlauf drei Positionen ein und wurde am Ende als 13. gewertet.
Sein Fazit zum dritten Formel-1-Rennen des Jahres fällt durchwachsen aus: "Wir verstehen das Auto besser und besser. Es fehlt uns aber an Speed. Daran müssen wir arbeiten", sagte Vettel. Denn das Rennen habe die großen Schwächen des AMR21 aufgezeigt: Über die Distanz von 300 Kilometern sei das Auto im Vergleich zur direkten Konkurrenz schlicht zu schwach.
Oder wie es Vettel selbst formulierte: "Die Strategie war okay. Unterm Strich aber hatten wir nicht genug Pace, um die Autos vor uns unter Druck zu setzen. Deshalb war es ziemlich knifflig. Und deshalb sind wir nach hinten gerutscht."
Zunächst hatte Vettel seinen zehnten Platz noch behauptet, und zwar bis Runde 17. Dann verdrängte ihn der von weit hinten gestartete McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo. Und bei der Boxenstopp-Serie verlor Vettel weiter an Boden. Das holte er später nicht mehr auf.
Das Ergebnis kommt für den viermaligen Formel-1-Weltmeister daher einer Enttäuschung gleich, wie er weiter sagte: "Wir hatten uns erhofft, dass wir vielleicht ein paar Punkte mitnehmen können." Daraus wurde nichts, denn auch Lance Stroll kam nicht in die Top 10, sondern landete als 14. noch hinter Vettel.

Sebastian Vettel (Aston Martin) in Portimão

Fotocredit: Imago

GP Portugal: Vettel hofft auf Aston-Martin-Update in Barcelona

Generell erweise sich der Aston Martin als ein Auto, das den Fahrern das Leben schwermache, meinte Vettel. Es sei zwar in Portimão "ein bisschen besser" geworden, aber "es ist für uns beide noch immer extrem schwierig, das Auto in das richtige Fenster zu bringen und dann konstant schnell zu sein."
Abhilfe könnten weitere neue Teile schaffen, die bereits kommende Woche in Barcelona eingesetzt werden sollen - an beiden AMR21-Fahrzeugen, nachdem nur Stroll in Portimão bereits ein Update verwendet hatte. Vettel bestätigte den Einsatz weiterer Entwicklungen bei "Sky": "In Barcelona wird ein [Update für beide Autos] kommen. Die Frage ist, wie groß dieser Schritt im Vergleich zu den anderen ist."
Gerade Alpine habe in Portugal demonstrierte, was mit einem Upgrade möglich sei. "Sie waren deutlich stärker als bei den ersten beiden Rennen", sagte Vettel. Es sei also nicht unmöglich, dass etwas nach vorne gehe.
Vettel wollte aber nicht zu viel versprechen. "Es gibt sicherlich Unterschiede von Strecke zu Strecke", meinte der Aston-Martin-Fahrer. Und: "Hoffentlich kommt uns Barcelona etwas mehr entgegen."
Mit den bisher fünf WM-Punkten von Stroll aus Sakhir und Imola steht das Team aktuell auf P7 in der Formel-1-Gesamtwertung. Vettel wartet noch auf seine ersten Saisonpunkte. Im Teamduell mit Stroll liegt er in Qualifying und Rennen jeweils hinten.

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