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Alonso erhält Jubiläumspodest zurück: Anfängerfehler bleiben nach Chaos in Dschidda unbestraft
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Publiziert 19/03/2023 um 22:36 GMT+1 Uhr
Podium eingefahren, Podium aberkannt, Podium wieder zugesprochen: Der chaotische Abend in Dschidda hielt für Fernando Alonso mehr als nur eine Wendung bereit. Nach der Wut und der scharfen Kritik an der FIA wegen der Strafversetzung gab es in Dschidda für den zweimaligen Weltmeister schlussendlich kurz vor Mitternacht deutscher Zeit doch noch das Happy End mit dem 100. Podestplatz seiner Karriere.
Fernando Alonso
Fotocredit: Getty Images
Um 23:08 Uhr (01:08 Uhr Ortszeit in Dschidda, Saudi-Arabien) nahm der Abend für Aston Martin die finale Wendung. "Fernando Alonsos dritter Platz in Dschidda ist wiederhergestellt", kommunizierte der Twitter-Account der Formel 1. Das Chaos in Dschidda: Perfekt.
Nach der Siegesfeier auf dem Podest beim Großen Preis von Saudi-Arabien hatte die FIA dem zweimaligen Weltmeister seinen dritten Rang und damit das 100. Podium in seiner Karriere vorerst wieder aberkannt. Während einer Fünf-Sekunden-Strafe, die der Spanier bei seinem Boxenstopp in Runde 19 absaß, hatte seine Aston-Martin-Crew vermeintlich zu früh mit der Arbeit am Auto begonnen.
Die Folge: Die FIA sanktionierte den Spanier mit einer weiteren Zeitstrafe von zehn Sekunden, sodass Alonso mit einem Rückstand von 4,9 Sekunden hinter Mercedes-Pilot George Russell auf Rang vier zurückfiel. Der Spanier ließ sich seine gute Laune nach außen hin nicht verderben. "Es tut nicht sehr weh", versicherte der Spanier: "Ich war auf dem Podium, ich habe die Bilder gemacht, ich hatte die Trophäe in den Händen, ich habe mit dem Champagner gefeiert", sagte ein beinahe schon provokativ strahlender Alonso gegenüber "Sky UK".
Dass ihn die Strafe allerdings doch mehr zu ärgern schien, als er im Interview vorgab, ließ die scharfe Kritik erahnen, die er im Anschluss gegenüber dem Automobilverband nachschob. "Es war eine schlechte Vorstellung der FIA", schimpfte der Mann aus Oviedo bei "Sky UK" und ärgerte sich: "Man kann eine Strafe nicht 35 Runden nach dem Boxenstopp verhängen."
Anfängerfehler bleiben unbestraft
Insbesondere, da die Rennleitung das Team nicht während des Grand Prix' über die Untersuchung unterrichtet hatte. "Sie hatten ausreichend Zeit, um uns über die Strafe zu informieren. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich vielleicht eine Lücke von elf Sekunden zum Auto hinter mir herausgefahren", sagte der Routinier: "Heute haben wir den Zuschauern keine gute Show geboten."
Verursacht hatte er die ursprüngliche Strafe aber höchst selbst bereits bevor die Lichter über dem Jeddah Corniche Circuit ausgingen. Wie Esteban Ocon zwei Wochen zuvor in Bahrain hielt Alonso vor Rennbeginn außerhalb seiner Startbox. Ein so genannter Rookie-Mistake des Altmeisters der Königsklasse, der am Roten Meer seinen 358. Grand Prix fuhr.
"Das muss ich mir natürlich noch einmal ansehen. Ich habe einen Fehler gemacht", gestand Alonso. Doch der zweite Anfängerfehler folgte nur 19 Umläufe später beim Boxenstopp seiner britischen Crew. Der hintere Wagenheber berührte den Boliden von Alonso schon während des Absitzens der Strafe - in den Augen der FIA ein Regelverstoß. Selbst Profiteur Russell empfand die Sanktion als "hart".
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Fernando Alonso beim Formel-1-Rennen in Dschidda.
Fotocredit: Getty Images
FIA revidiert Strafe gegen Alonso
Kurios: Für denselben Fauxpas seiner Alpine-Crew war Ocon vor 14 Tagen ebenfalls erneut bestraft worden. Der frühere Weltmeister Nico Rosberg übte daher scharfe Kritik an Aston Martin. "Du musst analysieren, was andere falsch gemacht haben, damit das einem selbst nicht unterläuft. Das darf nicht passieren. Das ist ein eindeutiger Fehler vom Management", fand der 37-Jährige bei "Sky" deutliche Worte.
Doch die Fehler blieben schlussendlich unbestraft. Kurz nach Mitternacht in Saudi-Arabien, als im Paddock schon Aufbruchstimmung herrschte, folgte die erneute Korrektur des Rennergebnisses. Die FIA gab einem Einspruch von Aston Martin statt und nahm die Strafe gegen Alonso wieder zurück.
Denn anders als die FIA zunächst angenommen und den Stewards gegenüber kommuniziert hatte, habe es unter den Teams keine Übereinkunft darüber gegeben, dass schon das Berühren des Boliden mit dem Wagenheber allein als Arbeiten am Fahrzeug zu bewerten sei. "Unter diesen Umständen waren wir der Ansicht, dass unsere ursprüngliche Entscheidung, eine Strafe gegen Wagen 14 zu verhängen, rückgängig gemacht werden musste, und wir taten dies entsprechend", lautete die Urteilsbegründung der FIA.
Und so konnte Alonso (bereits am Montagmorgen) sich dann doch noch einmal für sein 100. Formel-1-Podest feiern lassen. Aston Martin gratulierte zu einem "unglaublichen Meilenstein". Es dürfte eines der kurioseren in der Laufbahn von Alonso gewesen sein.
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Quelle: Eurosport
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