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Große Trauer in der Formel 1 - Eddie Jordan stirbt im Alter von 76 Jahren - einstiger Schumacher-Förderer tot
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Update 20/03/2025 um 16:14 GMT+1 Uhr
Trauer um Eddie Jordan: Der einstige Förderer von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist am Donnerstag im Alter von 76 Jahren gestorben. Das gab seine Familie "in tiefer Trauer" bekannt. Jordan, der an aggressivem Prostatakrebs litt, sei "in den frühen Morgenstunden des 20. März 2025 friedlich im Kreise seiner Familie in Kapstadt verstorben", wie es weiter hieß.
Eddie Jordan, Formula 1
Fotocredit: Getty Images
Diese eine ganz große Geschichte aus dem Leben des Eddie Jordan begann mit einer simplen Frage. "Wer ist Michael Schumacher?", das wollte der Ire gerne wissen, damals im August 1991. Jordan suchte nämlich ziemlich dringend einen Ersatzpiloten für den Grand Prix in Spa, und dieser 21-jährige Deutsche wurde ihm angeboten.
Es benötigte dann noch einige Überzeugungsarbeit und auch eine Notlüge - Schumacher kenne Spa wie sein eigenes "Wohnzimmer", sagte dessen Manager Willi Weber.
Doch Jordan hatte den Mut, er verhalf Schumacher zum Debüt in der Formel 1 - und dieses Stück Sportgeschichte gehört auf ewig zum Vermächtnis des Mannes aus Dublin.
In der Nacht zum Donnerstag ist Eddie Jordan im Alter von 76 Jahren verstorben, er erlag im Kreise seiner Familie einem aggressiven Krebsleiden. Jordan hinterlässt seine Frau und vier Kinder, und auch die Formel 1 trägt Trauer. Das Debüt Michael Schumachers mag eine der großen Geschichten in Jordans Leben gewesen sein, die einzige war es sicher nicht.
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Jordan über Schumachers Weg in die F1: "War nicht Scouting"
Quelle: Perform
Jordan eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Formel 1
"Eddie war ein Protagonist einer ganzen Ära der Formel 1, und wir werden ihn sehr vermissen", sagte Stefano Domenicali, Chef der Rennserie, am Donnerstag.
Die Königsklasse wurde in Shanghai von der Nachricht erreicht, im Vorfeld des Großen Preises von China. Jordan habe es "mit seiner unerschöpflichen Energie immer verstanden, Menschen zum Lächeln zu bringen", sagte Domenicali: "Er blieb dabei stets authentisch und brillant."
Edmund Patrick Jordan hatte auch selbst hinter dem Lenkrad gesessen. Erfolge feierte er im Kart, er fuhr in zahlreichen Nachwuchsrennserien und auch bei den 24 Stunden von Le Mans. Schon Ende der 1970er-Jahre gründete er allerdings sein eigenes Team, immer mit dem Ziel Formel 1.
Ralf Schumacher gedenkt Jordan: "Immer dankbar"
Hier ging es 1991 für Jordan los, und gleich im ersten Jahr wurde er zum Förderer Schumachers. Sein Stammfahrer Bertrand Gachot saß nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit einem Taxifahrer im Gefängnis, der Ersatz wusste zu beeindrucken:
Schumacher holte im Qualifying einen spektakulären siebten Startplatz, im Rennen folgte durch einen Kupplungsschaden nach 700 Metern das Aus. Schumacher saß danach nie wieder für das kleine Team am Steuer, der Rennstall Benetton, in dessen Auto er 1994 erster deutscher Formel-1-Weltmeister werden sollte, verpflichtete ihn.
Jordan wurde dennoch zu einer der großen und schillernden Persönlichkeiten der Rennserie. Auch Ralf Schumacher gab für ihn sein Debüt, er zeigte sich nach dessen Tod ebenfalls tief betroffen. "Vielen Dank, dass du mir die Gelegenheit gegeben hast, meine Karriere in deinem Team zu starten", schrieb er bei Instagram, "dafür werde ich Dir immer dankbar sein."
Frentzen verpasst WM-Titel
Mit seinem Team gewann Jordan in 15 Jahren insgesamt vier Grands Prix, 1999 kämpfte er kurzzeitig um den Titel in der Fahrer-WM - Heinz-Harald Frentzen wurde letztlich Gesamtdritter.
Danach blieb der Erfolg aus, 2005 musste Jordan sein Team verkaufen, der Rennstall ist einer der Vorgänger des heutigen Aston-Martin-Teams. Zuletzt machte Jordan sich mit seiner freimütigen und schelmischen Art einen Namen als Formel-1-Experte.
Ende des vergangenen Jahres hatte er seine Krankheit öffentlich gemacht. "Schon im März und April wurde bei mir Blasen- und Prostatakrebs diagnostiziert", sagte er damals in einem Podcast. Und drängte die männlichen Zuhörer, sich testen zu lassen: "Seid nicht dumm. Passt auf euren Körper auf."
(SID)
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