Superstar Max Verstappen übt vernichtende Kritik an den neuen Regeln in der Königsklasse - der Konter von Weltmeister Lando Norris kommt sofort.

Mit beißender Kritik hat Max Verstappen auf die neuen Vorschriften für die Boliden in der Königsklasse des Motorsports reagiert. "Es fühlt sich nicht mehr wie Formel 1 an, eher wie Formel E auf Steroiden", sagte der niederländische Red-Bull-Pilot am Donnerstag in einer Medienrunde am Rande der Testfahrten in Bahrain über die grundlegenden Veränderungen des Reglements für Motoren und Chassis.

Max Verstappen ist von den Neuerungen in der Formel 1 nicht begeistert

Fotocredit: Getty Images

Max Verstappen redete sich in Rage - und vernichtete so quasi die neue Formel 1. "Es fühlt sich nicht mehr wie Formel 1 an, eher wie Formel E auf Steroiden", motzte der Superstar am Rande der Testfahrten in Bahrain: "Als Vollblut-Fahrer genieße ich es, wenn ich voll fahren kann und im Moment kann man das nicht. Für mich ist das einfach nicht Formel 1."
Dabei sollte in der Königsklasse des Motorsports durch eine massive Regel-Revolution ab dieser Saison doch alles besser werden. Mehr Spannung, mehr Action auf der Strecke. Fast alles ist neu ab diesem Jahr. Die Autos sind kleiner und leichter, die Aerodynamik wurde angepasst. Aber Verstappen stört sich vor allem an den neuen Antriebseinheiten. "
Es geht nur noch um Energieeffizienz und Management", meckerte der Niederländer, der zwischen 2021 und 2024 vier WM-Titel in Serie eingefahren hat.
Was Verstappen so aufregt: Der klassische Verbrennungsmotor im Heck seines Red Bull darf nur noch 50 Prozent der Power liefern, der Rest kommt aus einer Batterie. Und diesen Elektro-Schub - inklusive eines Boost-Knopfs für Überholmanöver - müssen sich die Fahrer in den 24 Rennen der am 8. März in Australien beginnenden Weltmeisterschaft gut einteilen. Weil er deshalb nicht die ganze Zeit Vollgas geben kann, fühlt sich das für Verstappen hinter dem Steuer an wie "Anti-Racing".

Verstappen mit vernichtendem Urteil

Formel 1 und Anti-Racing - ein schlimmeres Urteil über die Rennserie kann es eigentlich nicht geben, in den Chefetagen des PS-Zirkus dürfte nun der Krisenmodus anspringen. Zumal Verstappen ja nicht irgendwer ist in der Formel 1 - und auch nicht der einzige Kritiker der neuen Regeln.
"Du brauchst ein Diplom, um alles zu verstehen", meinte etwa Rekordchampion Lewis Hamilton: "Die Fans werden es nicht kapieren, wie viel von dem Energie-Management dem Fahrer und der Software überlassen ist." Und dann stellte der Ferrari-Star noch fest, was nicht sein darf in der Formel 1: "Wir sind langsamer als die Formel 2 momentan".

Norris kontert sofort

Natürlich wusste Verstappen, dass "viele Leute nicht glücklich mit dem sein" werden, "was ich hier sage". Und der Konter kam dann auch prompt von höchster Stelle. "Wenn er zurücktreten will, dann kann er ja zurücktreten", sagte Weltmeister Lando Norris, der Verstappen im Vorjahr in einem packenden Fight entthront hatte. Und wer weiß, vielleicht nimmt "Motzki" Verstappen den Ratschlag ja auch demnächst an. Schließlich gilt das neue Reglement mindestens bis ins Jahr 2030.
"Wir werden sehen", sagte Verstappen über seine Zukunft, der 28-Jährige hatte in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit seinem Abschied kokettiert - sofern er keinen Spaß mehr in der Formel 1 hat. Vielleicht fährt er ja bald für sein eigenes GT3-Team? "Wenigstens kann ich dort Vollgas fahren, ohne auf meine Batterie achten zu müssen", sagte Verstappen.
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(SID)
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Verstappen vor ungewisser Saison: "Wollen konkurrenzfähig sein"

Quelle: SID


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