Ralf Schumacher glaubt nicht an Rückkehr von Mick Schumacher in die Formel 1 - letztes Cockpit geht an Gabriel Bortoleto
VonNiklas Bien
Update 07/11/2024 um 17:26 GMT+1 Uhr
Das zukünftige Audi-Werksteam wird nicht mit einem deutschen Duo aus Nico Hülkenberg und Mick Schumacher an den Start gehen. Stattdessen bekommt der brasilianische Formel-2-Pilot Gabriel Bortoleto das Vertrauen vom aktuellen Sauber-Rennstall. Schumacher muss seine Ambitionen in der Eliteklasse damit für 2025 begraben - wenn es nach seinem Onkel Ralf Schumacher geht, womöglich sogar endgültig.
Mick Schumacher wird im kommenden Jahr nicht als Stammfahrer in der Formel 1 fahren.
Fotocredit: Getty Images
Das Fahrerfeld für die kommende Saison steht mit dieser Entscheidung im Grunde fest - Schumacher ist nicht dabei, der ehemalige Formel-3-Champion Bortoleto schon. Eine Entscheidung, die Ralf Schumacher im Gespräch mit "Sky" nachvollziehen kann.
"Ich finde es sehr gut, dass Sauber einen neuen Weg geht, einem jungen Fahrer die Chance zu geben. Wenn ein Fahrer auf dem Markt ist, der die Formel 3 auf Anhieb gewonnen hat und die Formel 2 anführt, sind wir bei einem ähnlichen Niveau wie Oscar Piastri das hatte - von daher ist es nachvollziehbar", sagte Schumacher.
Der Leidtragende ist aus deutscher Sicht Mick Schumacher, der im Vergleich zu Bortoleto immerhin zwei Jahre Formel-1-Erfahrung in den Ring schmiss. 2021 und 2022 saß der 25-Jährige in insgesamt 43 Rennen für das Team Haas im Cockpit. Dass weitere Rennen dazukommen, erscheint derzeit nicht wahrscheinlich.
"Es ist ein verrücktes Geschäft. Für Mick ist das Thema Formel 1 leider eher unrealistisch, außer es fällt jemand krankheitsbedingt aus", konstatierte Ralf Schumacher.
Erneute Enttäuschung für Schumacher
Eine Zukunft als Stammfahrer in der Formel-Königsklasse sieht Schumacher für seinen Neffen nicht, außer es ergebe sich eine Aufgabe als Ersatzfahrer. Die Alternative: "Er konzentriert sich auf seine Langstreckenkarriere, was ja auch eine wunderschöne, tolle Serie ist."
Trotz allem ist klar: Die Enttäuschung beim 25-Jährigen wird enorm groß sein. Bis zuletzt hatte der ehemalige Formel-1-Pilot auf ein erneutes Engagement gehofft. Im Laufe der vergangenen Monate füllte sich ein vakanter Platz nach dem anderen. Schumacher ging leer aus.
"Mick musste in letzter Zeit viel durchmachen. Er hat unter anderem von Alpine über einen Post erfahren, dass er nicht im Auto sitzt. Er ist bestimmt enttäuscht, kann aber mit der Entscheidung umgehen", betonte Experte Schumacher.
Die Formel 1 bekommt mit Gabriel Bortoleto ein neues spannendes Gesicht, die Hoffnung auf ein deutsches Duo im Audi-Team ist mit der Entscheidung aber - mindestens für die kommenden Jahre - begraben.
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Quelle: Eurosport
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