Ralf Schumacher kritisiert Lewis Hamiltons Funksprüche beim Großen Preis von Miami: "Das war irgendwie daneben"

Lewis Hamiltons bissige Funksprüche beim Miami-Grand-Prix 2025 sorgen für Aufsehen in der Formel 1. Ralf Schumacher zeigt sich irritiert: "Mimimi Hamilton - das fand ich ein bisschen schwierig, gebe ich ehrlich zu. Das war irgendwie daneben", sagte Schumacher im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse" mit Peter Hardenacke. Schumacher findet, dass Hamilton sich in diesem Moment falsch verhalten habe.

Ralf Schumacher kritisierte die Funksprüche von Lewis Hamilton

Fotocredit: Getty Images

"Wenn man wirklich vorbei will, ist das eine Sache. Lewis war zu dem Zeitpunkt ja auch schneller. Aber dann gebe ich das auch kampflos zurück und nachher tue ich nicht so, als wenn ich das sarkastisch gemeint hätte, sondern sage einfach mal: 'Du, tut mir leid. Sollte eigentlich nicht passieren mit meiner Erfahrung, meinem Alter. Hätte ich ein bisschen cleverer reagieren können.' Ich finde, das hätte ihm besser gestanden," so der frühere Formel-1-Rennfahrer.
So aber hinterlasse die Szene einen bitteren Nachgeschmack, sagte Schumacher: "Lewis ist natürlich so erfolgreich, so unabhängig, dass man da sehr vorsichtig dran geht, aber was er natürlich nicht wegwischen kann, ist: Die Leute haben ihn intern jetzt so ein bisschen kennengelernt."
"Diese Leichtigkeit und 'Wir sind ein super Team', das bekommt natürlich bei sowas Kratzer, gar keine Frage. Und das wird hängen bleiben," vermutete der 49-Jährige.
Doch Hamilton müsse "selber wissen", wie er sich öffentlich äußere und im Nachgang mit der Situation umgehe, meint Schumacher. "Da muss man einfach Größe zeigen im Rennen und sagen: 'Okay, Emotion, doof gelaufen - hätte mir nicht passieren sollen und tut mir leid'. Ja, dann wäre das ja weg gewesen."

"Sollte den Ball flacher halten"

Jetzt aber stünden Hamiltons Funksprüche weiter im Raum. Deshalb befand Schumacher: "Da ist jetzt Klärungsbedarf. Darüber wird auf jeden Fall gesprochen, auch intern, wie man in Zukunft damit umgeht."
Vor allem Hamiltons Kommentar, ob er jetzt auch noch Williams-Fahrer Carlos Sainz vorbeilassen soll, "passte im Moment nicht so zu seiner Leistung", sagte Schumacher. "Egal, wie oft er mal Weltmeister war: Er war zwar jetzt näher dran an Charles Leclerc, aber ich glaube, er sollte auch den Ball etwas flacher halten im Moment."

Was macht Ferrari?

Spannend werde daher, wie sich die Situation rund um Hamilton bei Ferrari entwickle - auch aus technischer Sicht. Denn aktuell fährt das Formel-1-Traditionsteam nicht an der Spitze mit.
"Ich erwarte, dass der Druck sehr, sehr groß wird, und in Imola ist der Ferrari irgendwie immer ein Stück schneller als sonst wo", meinte Schumacher. "Und da hoffen wir natürlich, dass das Update greift, weil ich glaube, auch so eine Personalie wie Fred Vasseur steht stark unter Druck, damit das funktioniert."
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Quelle: Perform


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