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F1-Boss setzt auf BMW
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Publiziert 23/01/2009 um 14:53 GMT+1 Uhr
Bernie Ecclestone setzt für die kommende Formel-1-Weltmeisterschaft "große Hoffnungen" auf den deutschen Werks-Rennstall BMW Sauber. Der Rechte-Mitinhaber schwärmte außerdem von Sebastian Vettel und wünscht sich den deutschen Hoffnungsträger in einem McLa
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Fotocredit: Eurosport
Herr Ecclestone, Sie sind nunmehr seit über 50 Jahren im Formel-1-Geschäft. Was würden Sie als Ihren größten Beitrag bezeichnen?
Bernie Ecclestone: Ich habe viel geändert, weil es geändert werden musste. Ich denke, mein größter Beitrag war es, in die Übertragungsrechte für das Fernsehen einzusteigen. Wir haben einige Stufen durchlebt. Wir hatten eine Kamera an Bord der Autos, bevor jemand anderes an sogenannte "Onboard-Kameras" dachte. Ich habe so viele Sachen gemacht, damit die Rennen heute laufen. Wir haben Flaggen abgeschafft und dafür die Startampeln eingeführt. So vieles ist passiert, kleine, aber wichtige Sachen.
Was erwarten Sie denn von der kommenden Meisterschaft?
Ecclestone: Wenn für alle die gleichen Regeln gelten, und das tun sie, dann liegt es an den Teams und den Piloten, besser zu werden oder nicht. Ich setze große Hoffnungen in BMW. Sie sollten gut sein. Ich denke, dass wir eine feine Saison haben werden.
Rechnen Sie wieder mit einem Jahr, in dem zwei Teams, Ferrari und McLaren-Mercedes um den Titel fahren werden, dahinter BMW-Sauber oder gehen Sie eher von einer neuen Konstellation, vielleicht sogar neuen Hierarchie aus?
Ecclestone: Ich hoffe, dass es eine neue geben wird. Wenn Sie sich zum Beispiel das vergangene Jahr anschauen - niemand dachte an Toro Rosso und sie haben einige richtige gute Leistungen gezeigt. Und: Mister Vettel ist super.
Das wäre die nächste Frage. Was denken Sie über Sebastian Vettel?
Ecclestone: Ein neuer Weltmeister.
Glauben Sie, dass sein Wechsel von Toro Rosso zu Red Bull eher ein Nachteil ist, ein Rückschritt, zumal er Toro Rosso selbst mit aufgebaut und in Monza seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert hat?
Ecclestone: Nein, ich meine, im vergangenen Jahr ist es einfach gut gelaufen mit Toro Rosso. Der Motor war ein anderer als im Jahr davor. Ich würde ihn (Vettel) gern in einem McLaren mit Hamilton sehen. Oder in einem Ferrari mit Massa.
Oder mit Fernando Alonso...
Ecclestone: Was ich meine ist, dass ich ihn gern in einem leistungsstarken Auto sehen würde. Ich hoffe auch, dass Renault stärker sein wird in diesem als im vergangenen Jahr, auch wenn sie damals schon eine starke zweite Hälfte hatten.
Die Formel 1 braucht also gute deutsche Fahrer?
Ecclestone: Ja, immer. Wir brauchen gute deutsche Fahrer, wir brauchen auch gute französische Fahrer und so weiter. Wir müssen weiterhin über die Grenzen hinaus denken.
Fehlt der Formel 1 ein Fahrer mit Superstar-Charakter, eine Ikone, wie einst zum Beispiel Ayrton Senna - oder hat Lewis Hamilton bereits einen ähnlich großen Namen?
Ecclestone: Hamilton ist ein enormer Name - weltweit, nicht wahr. Eine unglaubliche Reichweite.
Es wurden ja bereits reichlich Maßnahmen ergriffen, um die Kosten in der Formel 1 drastisch zu senken. Was kann noch gemacht werden?
Ecclestone: Wenn die Kosten nicht mehr so hoch sind, könnten wir den Teams ja auch weniger zahlen - wenn sie zustimmen würden. Wir würden das nicht tun, da wir eine Übereinkunft haben, aber vielleicht würden sie ja weniger nehmen.
BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hat schon vorgeschlagen, dass man drei Wagen pro Team haben könnte...
Ecclestone: Er hat Recht. Wenn Theissen ein anderes Team mit Motoren versorgen würde, hätte er offensichtlich auch die Kontrolle darüber. Da kann man auch selbst drei Autos aufbieten.
Die Teams haben allesamt auf spektakuläre Präsentationen verzichtet. Ist das auch ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Kostenreduzierung?
Ecclestone: Dafür müsste man herauskriegen, wieviel sie (Teams) für ihre Präsentationen bislang von ihrem Budget ausgegeben haben. In vielen Fällen stehen Sponsoren dahinter, weil es eine gute Publicity ist. Die Leute wollen nicht dastehen, als würden sie Geld umsonst ausgeben. Es gibt noch eine Menge sehr reichen Leute auf der Welt heutzutage. Sie geben aber kein Geld aus, weil sie denken, es ist nicht gut dabei gesehen zu werden.
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