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Force India: Große Ziele
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Publiziert 01/03/2009 um 16:35 GMT+1 Uhr
Klare Ansage und keine Ausrede für Sutil & Co: Mit dem Weltmeister-Motor von Lewis Hamilton will Force India das Feld von hinten aufrollen. "Ich möchte einen starken Start erleben, zur Mitte der Saison Fahrten in die Punkte und definitiv eine Verbesserung im Qualifying", so Teamchef Vijay Mallya.
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"Regelmäßige Punkte müssen das Ziel sein", ergänzte er in einem vom Rennstall verbreiteten Interview zur Vorstellung des VJM02. Der neue Bolide in den indischen Nationalfarben weiß, grün und orange soll für sportliche Farbtupfer in der in vier Wochen beginnenden Saison sorgen.
Null Punkte, letzter Rang in der Konstrukteurswertung - abgesehen von Super Aguri, das sich während der Saison zurückzog: Die Force-India-Bilanz von 2008 hätte nicht magerer ausfallen können. Umso erfolgshungriger ist Mallya nun: "Um ganz ehrlich zu sein, ich wäre nicht glücklich, wenn wir uns nicht verbessern würden, sogar deutlich verbessern würden."
Es gebe keine Entschuldigungen, meint der Milliardär und nährt seine Hoffnungen insbesondere durch die neue Kooperation mit McLaren-Mercedes. "Wenn unsere Leistungen im Vergleich zu McLaren - immerhin sind sie Titelgewinner 2008 - nicht gut sind, dann können nur noch wenige Variablen dafür verantwortlich sein." Im Vorjahr steckten immerhin Motoren von Ferrari unter der Force-India-Haube.
"Hoffen auf Punkte"
Doch blieb der Erfolg auf der Strecke. Weder der Gräfelfinger Sutil noch sein routinierterer Rennrivale Giancarlo Fisichella vermochten in die Punkteränge zu rasen. "Wenn der Wagen so gut ist, wie wir alle hoffen, dann dürfen wir auch auf Punkte hoffen", meinte der 26-Jährige nun vor seinem Start in seine dritte Saison als Stammfahrer in der "Königsklasse".
So weit wollte sich der gern selbstbewusst daherkommende Sutil nicht aus dem Fenster lehnen: "Im Moment möchte ich aber keine Resultate vorhersagen und nicht zu viel dazu sagen."
So wie die meisten anderen Teams testet auch Force India bis zum 04. März seinen Boliden im spanischen Jerez auf Herz und Nieren. Es ist die vorletzte offizielle und damit erlaubte Testperiode vor dem WM-Auftakt am 29. März in Melbourne. Im Gegensatz zu den anderen Rennställen - Ausnahme ist das ehemalige Honda-Team, dessen angebliche Rettung noch immer nicht bestätigt wurde - ist es für Force India die erste Möglichkeit, Makel und Malaisen auszumerzen. "Jeder einzelne Testtag zählt für uns, denn wir haben nur eine begrenzte Anzahl davon", meinte Sutil.
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