Sebastian Vettel: Ferrari-Angebot hat einen großen Haken

Nachdem Sebastian Vettel ein erstes Vertragsangebot von Ferrari abgelehnt haben soll, legt die Scuderia nun offenbar nach. Mehrere Medien berichten, dass man Vettel nun einen Kontrakt über (mindestens) zwei Jahre anbieten möchte, nachdem es zunächst nur einen Einjahresvertrag gewesen sei. Jedoch müsste der viermalige Weltmeister offenbar auf deutliche Teile seines bisherigen Einkommens verzichten.

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Sowohl "Auto Bild motorsport" als auch die italienische "Gazzetta dello Sport" berichten, dass Vettel weiterhin deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen müsste.
Dem Vernehmen nach würde der viermalige Weltmeister dann nur noch rund zwölf Millionen Euro pro Jahr verdienen - genauso viel wie Teamkollege Charles Leclerc, dessen Vertrag Ende des vergangenen Jahres bis 2024 verlängert wurde.

Drei Kandidaten für Plan B

Der Ball liegt nun bei Vettel, doch sollte der Deutsche ablehnen, müsste Ferrari eine Alternative aus dem Hut zaubern. An Interessenten würde es nicht mangeln, doch zuletzt standen vor allem drei Namen im Fokus: Daniel Ricciardo, Carlos Sainz und Antonio Giovinazzi.
Mit jedem ausgefallenen Rennen sinken die Chancen von Giovinazzi jedoch, der sich 2020 bei Alfa Romeo beweisen muss und Kimi Räikkönen besiegen soll. Nur dann hätte der Italiener eine kleine Chance auf das Cockpit.
Wahrscheinlicher wäre jedoch ein Wechsel von Ricciardo oder Sainz. Und vor allem Letzterer ist nach seiner starken Saison 2019 mit McLaren mit guten Karten ausgestattet. Zwar war Ferrari schon in der Vergangenheit an Ricciardo dran, doch Sainz würde gegenüber dem Australier einige Vorteile besitzen.

Sainz in der Pole-Position?

Der Wichtigste ist der finanzielle Faktor: Ricciardo gehört bei Renault zu den bestbezahlten Piloten im Formel-1-Feld. Zwar würde er für den Traum in Rot vermutlich Abstriche machen, dennoch wäre er wohl deutlich teurer als Sainz. Gerüchte besagen, dass der McLaren-Pilot nur die Hälfte kosten würde - in Zeiten der Coronakrise ein gutes Argument.
Zudem konnte Sainz 2019 sportlich überzeugen. Mit Rang sechs in der WM war er nicht nur bester Pilot außerhalb der Topteams, er konnte sich sogar vor Pierre Gasly und Alexander Albon platzieren, die jeweils eine halbe Saison bei Red Bull absolvieren konnten. In Interlagos holte Sainz zudem seinen ersten Podestplatz - ein solcher gelang Ricciardo mit Renault nicht.
Am Ende wird es aber im Kampf um das Ferrari-Cockpit darauf ankommen, ob Sebastian Vettel sein Angebot der Scuderia akzeptiert oder nicht. Denn dass er die erste Wahl ist, hat Teamchef Mattia Binotto nicht nur einmal betont.
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