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Toto Wolff spricht über finanzielle Probleme ab nächster Saison: "Hohe Inflation macht Budgetgrenze noch schmerzhafter"
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Publiziert 28/02/2022 um 15:09 GMT+1 Uhr
Das Finanzielle Reglement der Formel 1 hat für 2022 die Daumenschrauben nochmals angezogen. Denn die 2021 erstmals eingeführte Budgetobergrenze wurde planmäßig von rund 129 auf jetzt 125 Millionen Euro pro Team und Jahr abgesenkt. Wie außerdem die Inflation den großen Formel-1-Teams wie Mercedes die Arbeit unter der Budgetobergrenze zusätzlich erschwert und welche technischen Folgen das hat.
Toto Wolff spricht über finanzielle Probleme ab nächster Saison: "Hohe Inflation macht Budgetgrenze noch schmerzhafter"
Fotocredit: Getty Images
Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum Beispiel erklärte, es sei "unheimlich schwierig", den Rennbetrieb so zu strukturieren, dass die Vorgaben der Budgetgrenze erfüllt würden. "Wir befinden uns ja auch in einer Situation mit starker Inflation. Wir müssen also nicht nur um einige Millionen Euro reduzieren, sondern sind gleichzeitig nicht dazu in der Lage, höhere Kosten und Löhne zu tragen."
Tatsächlich hat die Inflation zum Jahreswechsel 2021/2022 stark zugenommen, vom Jahresschnitt 2021 von 3,1 Prozent auf 5,3 Prozent im Dezember und 4,9 Prozent im Januar.
Die Folgen für ein Unternehmen wie das Formel-1-Werksteam von Mercedes seien "extrem schmerzhaft", meinte Wolff. "Du musst jetzt sehr genau überlegen, wie du dein Geld in Forschung und Entwicklung investierst. Denn in der Vergangenheit war das etwas einfacher."
Früher, so Wolff, habe ein großer Formel-1-Rennstall unterschiedliche Projekte gleichzeitig laufen lassen, um so den idealen Weg zu einem Leistungszugewinn herauszufinden. "Heute aber musst du entscheiden, welcher Weg das meiste Potenzial hat, und den nimmst du dann", sagte Wolff. Das sei eine "gewaltige Umstellung" für die Arbeitsweise eines Topteams.
Wolff über Auto-Konstruktion: "Deutlich eingeschränkter"
Und das bedeute auch: Wenn man sich einmal festgelegt habe, sei es schwierig, auf ein anderes Konzept zu wechseln. Oder wie es Wolff selbst formuliert: "Wenn du dich für einen Weg entschieden hast, musst du dabei bleiben. Denn der zusätzliche Druck durch die Budgetdeckelung macht es sehr schwierig, die Grundlagen zu ändern und das Auto fundamental umzubauen."
Zumal die Planung der gesamten Entwicklung nun noch viel langfristiger erfolgen müsse als bisher. "Jedes Update und die dazugehörigen Kosten" müssten vorausschauend abgewogen werden, sagte Wolff. "Du bist daher deutlich eingeschränkter bei dem, was du mit dem Auto anstellen kannst."
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Quelle: SID
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