Ralf Schumacher kritisiert Ferrari-Stars Charles Leclerc und Carlos Sainz: "Größtes Problem sind die Fahrer"

Auch beim Großen Preis von Miami fuhr Ferrari der Konkurrenz nur hinterher. Am Ende reichte es nur zu Platz fünf und sieben. Den Sieg sicherte sich einmal mehr Max Verstappen im Red Bull. TV-Experte und Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher sieht das größte Problem aktuell bei den Fahrern. Charles Leclerc und Carlos Sainz würden die Erwartungen seiner Meinung nach aktuell nicht erfüllen.

Charles Leclerc (l.) und Carlos Sainz

Fotocredit: Getty Images

Die Formel-1-Saison ist gerade einmal fünf Rennen alt und dennoch klafft bereits eine große Lücke zwischen Red Bull und den restlichen Teams. Bislang machten Max Verstappen und Sergio Pérez alle fünf Grand-Prix-Siege unter sich aus. Zuletzt hatte der Niederländer in Miami die Nase wieder vorn.
Ferrari hingegen fährt mit nur einem Podestplatz und insgesamt 78 WM-Punkten hinterher. In Florida reichte es für die "Scuderia" nur für die Plätze fünf und sieben. Grund genug für "Sky"-Experte Ralf Schumacher scharf gegen die Fahrer des italienischen Teams zu schießen.
"Das größte Problem sehe ich derzeit bei den Fahrern. Für mich sind Charles Leclerc und Carlos Sainz einfach nicht konstant genug", sagte Schumacher im Anschluss an das Rennen in Miami. Leclerc hatte seinen Boliden im Training und Qualifying gleich zweimal in die Mauer gelenkt.
Es waren nicht die ersten Fehler des Monegassen in dieser Saison. Bereits in Australien war Leclerc beim Start mit Lance Stroll (Aston Martin) kollidiert und ausgeschieden.

Schumacher nimmt Fahrer in die Pflicht

Auch Teamkollege Sainz patzte in Miami: Der Spanier verbremste sich in der Boxengasse und kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe. Den Fehler sah der 28-Jährige allerdings nicht nur bei sich: "Wir haben großen Reifenverschleiß und das Auto ist nicht konstant. Es vergibt aktuell keinen Fehler."
Schumacher wollte diese Ausrede hingegen nicht gelten lassen. "Das Auto ist nicht top, aber besser als es dasteht", sagte der ehemalige WM-Vierte. "Ein Fahrer verbremst sich am Boxeneingang, der andere beendet kaum eine schnelle Runde ohne Crash. Frank Williams (Ex-Teamchef, Anm. d. Red.) hätte mir die Ohren langgezogen. Die Tendenz ist einfach nicht gut."
Immerhin hat Ferrari schon im nächsten Rennen die Möglichkeit zur Wiedergutmachung. Beim "Heimspiel" in Imola am 21. Mai dürfte der Druck auf Leclerc und Sainz dabei jedoch keinesfalls kleiner werden.
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