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WM-Chaos in Japan: Formel-1-Chef plant Änderung der Punktevergabe bei abgebrochenen Rennen
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Publiziert 24/01/2023 um 12:11 GMT+1 Uhr
Nach der Verwirrung um den vorzeitigen WM-Titel für Max Verstappen nach dem Grand Prix in Japan plant die Formel 1, die Punktevergabe bei abgebrochenen Rennen zu verändern: "Steve [Nielsen], der jetzt Sportdirektor ist, wird es verbessern", bestätigte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem. Der 61-Jährige aus Dubai ärgerte sich aber darüber, dass die FIA in Suzuka im Zentrum der Kritik stand.
FIA plant Änderung der Punktevergabe
Fotocredit: Getty Images
Die Verwirrung war riesig, als Max Verstappen nach dem Großen Preis von Japan 2022 in der weltweiten TV-Übertragung der Formel 1 offiziell als Weltmeister verkündet wurde. Nicht einmal der Niederländer selbst verstand im ersten Moment, warum er den Titel gewonnen hatte.
Hintergrund war eine schlechte Formulierung im Sportlichen Reglement der Formel 1. Fast alle gingen davon aus, dass in Suzuka lediglich reduzierte Punkte vergeben werden, weil der Grand Prix nach einer längeren Unterbrechung bereits nach 28 Runden abgewunken wurde.
Allerdings sehen die Regeln in ihrer aktuellen Form eine Reduzierung der Punkte nur dann vor, wenn das Rennen nach einer roten Flagge nicht wieder neugestartet wird. Weil es in Japan allerdings einen Neustart gab, bekam Verstappen die vollen 25 Zähler für seinen Sieg.
Damit war der Red-Bull-Pilot vorzeitig Weltmeister und die Entscheidung regeltechnisch korrekt. Allerdings waren sich anschließend fast alle einig, dass die Regeln, die erst zur Saison 2022 neu verfasst worden waren, für die Zukunft noch einmal überarbeitet werden müssen.
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Quelle: SID
FIA-Boss bestätigt Regeländerung
Denn der Sinn der Regeln, die als Reaktion auf den Großen Preis von Belgien 2021 eingeführt worden waren, war es eigentlich, für verkürzte Rennen generell nicht mehr die volle Punktzahl zu vergeben, wenn nicht mindestens 75 Prozent der geplanten Renndistanz absolviert werden.
"So, wie die Punkte heute vergeben wurde, hatten wir uns das [bei den Besprechungen nach Spa 2021] nicht gedacht. Das war weder die Absicht der FIA noch die der Teams", gestand der damalige McLaren-Teamchef Andreas Seidl bereits unmittelbar nach dem Suzuka-Chaos.
Nun hat FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem bestätigt, dass man die Regeln für 2023 überarbeiten wird. "Ja, es wird geändert", erklärte er gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von "Motorsport.com" und verriet: "Steve [Nielsen], der jetzt Sportdirektor ist, wird es verbessern."
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Andreas Seidl ärgerte sich in Japan über die Konfusion.
Fotocredit: Getty Images
Ben Sulayem ärgert sich
Gleichzeitig wehrte er sich gegen Vorwürfe, die FIA sei für die chaotischen Umstände in Japan verantwortlich: "Wer hat sich [für die Regeln] entschieden? Die Teams. Wer hat sie abgesegnet? Die Teams. Wir haben sie lediglich umgesetzt. Und wer bekommt die Schuld? Wir."
"Wo ist das fair? Sagt es mir. Es frustriert mich", ärgerte sich der FIA-Präsident. Seidl sagte damals übrigens deutlich diplomatischer: "Es sieht so aus, als hätten wir [Teams und FIA] wohl alle dieses Schlupfloch übersehen. Deshalb sind wir alle dafür verantwortlich."
Unabhängig von der Schuldfrage soll für 2023 nun nachgebessert werden.
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