2. Bundesliga: VfB Stuttgart verpasst in Heidenheim zweiten Saisonsieg

Der VfB Stuttgart hat den perfekten Start in der 2. Bundesliga verpasst. Das Team von Trainer Tim Walter kam im ersten Auswärtsspiel der Saison trotz einer 2:0-Führung gegen den 1. FC Heidenheim nicht über 2:2 (0:0) hinaus. Die Tore für den VfB erzielten Hamadi Al Ghaddioui (52.) und Holger Badstuber (57.). Für die Gastgeber trafen Robert Leipertz (78.) und Marc Oliver Kempf per Eigentor (84.).

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Holger Badstuber schüttelte enttäuscht den Kopf, der ehemalige Nationalspieler konnte es kaum fassen. Da sah Topfavorit VfB Stuttgart nach dem ersten Pflichtspieltor des ehemaligen Nationalspielers seit 561 (!) Tagen schon wie der sichere Sieger aus, doch letztendlich reichte es für den Bundesliga-Absteiger im brisanten Schwaben-Derby beim 1. FC Heidenheim nur zu einem mageren 2:2 (0:0) - und das nach Zweitore-Führung bis zwölf Minuten vor Schluss.
Im Duell der Gegensätze brachte Hamadi Al Ghaddioui den über weite Strecken überlegenen VfB in der mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Voith-Arena in der 52. Minute in Führung. Badstuber erhöhte fünf Minuten später. Robert Leipertz (78.) und zu allem Überfluss VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf per Eigentor (84.) sorgten aber noch für den ersten Dämpfer und lange Gesichter beim ambitionierten VfB.

Stuttgart verpasst Führung im ersten Durchgang

Dabei hätte alles so schön sein können für den 30-Jahre alten Badstuber: Er rückte wegen der Verletzung von Marcin Kaminski und der Sperre von Maxime Awoudja in die Startelf der Stuttgarter und sammelte nicht nur wegen seines ersten Treffers seit 20. Januar 2018 (3:2 gegen Mainz) gute Argumente für weitere Einsätze. Doch das war für den früheren Münchner letztendlich Nebensache, weil Heidenheim viel Moral zeigte.
"Auf 34 Spieltage ist das kein Duell auf Augenhöhe, aber in den zwei Spielen gegen den VfB werden wir alles in die Waagschale werfen", hatte FCH-Trainer Frank Schmidt vor dem Anpfiff gesagt. Doch sein Team war auch am Sonntagnachmittag zunächst nicht auf Augenhöhe.
Der VfB um den starken Daniel Didavi war dem FCH eine halbe Stunde lang in fast allen Belangen überlegen. Einziges Manko: die Chancenverwertung. Dies hätte sich für den VfB fast gerächt, als Heidenheim kurz vor der Pause nach Kontern glasklare Chancen durch Dorsch und Leipertz vergab.
Nach der Pause fing sich Stuttgart wieder. Als alles schon für den VfB im Spiel David gegen Goliath gelaufen schien, schlug Heidenheim noch einmal zu.

Traumstart für Aue - Darmstadt mit erstem Sieg

Erzgebirge Aue hat den Ausrutscher von Topfavorit VfB Stuttgart genutzt und den zweiten Tabellenplatz übernommen. Ohne Trainer Daniel Meyer, der wegen eines Trauerfalls in der Familie aktuell den Veilchen nicht zur Verfügung steht, gewann Aue gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden 3:2 (2:1) und zog damit nach Punkten mit Spitzenreiter Karlsruher SC gleich. Der Aufsteiger hatte am Samstag beim 4:2 gegen Dynamo Dresden seinen zweiten Saisonsieg gefeiert und hat ebenso wie Aue sechs Punkte auf dem Konto.
Auch Darmstadt 98 blieb durch ein 2:0 (1:0) gegen Holstein Kiel ungeschlagen und nistete sich im Verfolgerfeld ein.
Für Aue machten Florian Krüger (19.), Dimitrij Nazarov (35.) und Tom Baumgart (82.) den zweiten Saisonsieg perfekt. Phillip Tietz (43.) und Max Dittgen (89.) trafen für die Hessen, die punktlos einen Abstiegsplatz belegen. Für Darmstadt erzielten Tim Skarke (11.) und Serdar Dursun (64., Foulelfmeter) die Treffer.
Am Montag (20.30 Uhr/Eurosport.de) ist der zweite Topfavorit auf den Aufstieg gefragt: Der Hamburger SV will bei Absteiger 1. FC Nürnberg den ersten Dreier einfahren. "Die Aufgabe wird uns alles abverlangen, aber wir haben auch einiges entgegenzusetzen", sagte Trainer Dieter Hecking vor dem Duell bei seinem Ex-Klub.
(SID)
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