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HSV-Coach Daniel Thioune über Aufstiegskampf: "Uns fehlt Stabilität im Kopf und auf dem Platz"
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Publiziert 23/04/2021 um 12:39 GMT+2 Uhr
Nach der 1:2-Pleite beim SV Sandhausen droht dem Hamburger SV ein Nichtaufstiegs-Triple. Wie in den vergangenen beiden Jahren schwächeln die Hanseaten ausgerechnet in der Crunchtime. Trainer Daniel Thioune selbst wählte den passenden Vergleich zum drohenden dritten Knock-out. "Wir sind wieder auf die Bretter gegangen", beschrieb der Coach des HSV das Desaster der Hanseaten beim SV Sandhausen.
Daniel Thioune, HSV-Coach
Fotocredit: Getty Images
Zwei Trainingstage nach zweiwöchiger Quarantäne reichten den Badenern, um mit einem hochverdienten 2:1 (0:0)-Sieg selbst die direkten Abstiegsplätze zu verlassen und den Druck auf Thioune und seine Spieler brutal zu erhöhen.
Zu denen, die fassungslos den peinlichen HSV-Auftritt im Hardtwaldstadion via TV verfolgten, gehörte auch Toni Kroos. "Meine Güte HSV...Ehrlich...", twitterte der 2014er-Weltmeister nach dem Debakel.
Was seinen Vorgängern Hannes Wolf und Dieter Hecking in der Hansestadt passierte, droht nun auch Thioune. In seiner derzeitigen Verfassung spricht vieles beim einstigen Bundesliga-Dino für das an der Elbe so gefürchtete Nichtaufstiegs-Triple.
Thioune: HSV "fehlt Stabilität im Kopf"
"Uns fehlt Stabilität im Kopf und auf dem Platz", sagte der 46-Jährige sichtlich ernüchtert. Die aktuellen Zahlen sind verheerend: Aus den letzten zehn Spielen holte der "Halbzeitmeister" nur zwei Siege, in der Rückrundentabelle sind die Norddeutschen Zwölfte. Ein im Volkspark fast schon gewohntes Szenario.
Zehn Spieler, so Thioune, hätte er in Sandhausen zur Halbzeit auswechseln können. Davon ausgenommen wohl nur Torhüter Sven Ulreich, der aber seine Teamkollegen am Sky-Mikrofon nicht schonte:
Verspielt der HSV den Aufstieg in die Bundesliga erneut?
Zwar hält der HSV momentan mit 50 Punkten noch Relegationsrang drei, doch Fortuna Düsseldorf ist bereits bis auf einen Zähler herangerückt. Nordrivale Holstein Kiel steht zwar erst bei 46 Punkten, hat aber coronabedingt noch drei Partien nachzuholen.
Was dazu führt, dass bei einigen Wirrköpfen in der Fanszene die Nerven scheinbar blank liegen. Der langjährige HSV-Verteidiger Dennis Diekmeier, mittlerweile Sandhausens Mannschaftskapitän, blieb offenbar von Beleidigungen im Netz nicht verschont. Dabei wünschte der Abwehrspieler direkt nach der Begegnung dem HSV "ganz klar den Aufstieg".
Aber ob dieser fromme Wunsch reicht? Man wird es schnell erfahren, denn schon am Sonntag geht es für den HSV gegen Jahn Regensburg mit einem weiteren Auswärtsspiel weiter. "Wer mich kennt, der weiß, wir werden nicht aufgeben", sagte Thioune. Seine Mannschaft muss jetzt beweisen, dass das auch für sie gilt.
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(SID)
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Quelle: Perform
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