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2. Bundesliga: HSV lässt wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen - St. Pauli und Fortuna Düsseldorf lauern
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Publiziert 07/05/2023 um 14:49 GMT+2 Uhr
Der Hamburger SV ließ beim 2:2-Unentschieden gegen den SC Paderborn wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der zweiten Bundesliga liegen. Der FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf hingegen haben ihre Hausaufgaben wenige Spieltage vor Saisonende gemacht und sind in der Tabelle an den HSV herangerückt. Nur vier Punkte trennen die beiden Hamburger Klubs noch voneinander, es bleibt also spannend.
Sebastian Schonlau, Miro Muheim
Fotocredit: Getty Images
Als die erste Enttäuschung verflogen war, freundeten sie sich beim Hamburger SV etwas widerwillig sogar mit einem altbekannten Szenario an. "Wenn es nicht anders geht, nehmen wir die Relegation", sagte Kapitän Sebastian Schonlau trotzig, nachdem die Hanseaten den direkten Aufstieg womöglich mal wieder verspielt hatten. Schließlich sei der ungeliebte Umweg "auch eine Möglichkeit, um aufzusteigen".
Doch zur Wahrheit gehört: Im Endspurt geht im Hamburger Volkspark längst wieder die Angst vorm Scheitern um - denn selbst Platz drei als Notlösung für die ersehnte Bundesliga-Rückkehr gerät in Gefahr. Weil der HSV gegen den SC Paderborn (2:2) erneut patzte, und weil sich die Verfolger in Stellung gebracht haben. Allen voran der aufmüpfige FC St. Pauli, der dem großen Nachbarn mit ungewohnt forschen Tönen drohte.
Nach nur drei Siegen aus den vergangenen zehn Spielen schrumpfte der Vorsprung des offensiv begeisternden, aber defensiv äußerst wackligen HSV auf den Stadtrivalen und Fortuna Düsseldorf auf vier Punkte. Sollten die Kiezkicker also das anstehende Verfolgerduell mit der Fortuna gewinnen, "dann sind wir erstmal eine Nacht einen Punkt dran", sagte St. Paulis Trainer Fabian Hürzeler - und ließ sich gar eine kleine Kampfansage entlocken: Ein Sieg, "dann schauen wir mal, was passiert".
Und während der HSV sich womöglich gedanklich schon auf die Relegation einstellt, auf zwei Spiele, in denen es das Team "wieder in der eigenen Hand" habe, wie Schonlau betonte, wittern die Jäger ihre Chance.
Aufstiegsrennen bleibt spannend
"Die Spieler können auch die Tabelle lesen", sagte Hürzeler, nachdem St. Pauli durch das überraschend deutliche 3:0 (1:0) die Aufstiegsparty von Spitzenreiter Darmstadt 98 verschoben hatte. Auch Düsseldorf darf dank des Erfolgs gegen Holstein Kiel (3:0) weiter hoffen.
Beim HSV dürften sie spätestens seit diesem Spieltag wieder genauer nach unten schauen und erleichtert durchatmen, dass die Situation dank der Punkte aus den direkten Duellen nicht noch brenzliger ist. Selbst die Lilien, die noch einen Sieg für die Bundesliga-Rückkehr benötigen, sind froh, "ein bisschen aus der Ferne" zuschauen zu können, dass es rund um den Relegationsrang "nochmal enger" werde, sagte Torhüter Marcel Schuhen.
Klar ist: St. Pauli oder Düsseldorf, eines der beiden Teams kann am Samstag vorlegen. Der HSV muss tatenlos bis Sonntag zusehen, wie sich der Druck weiter erhöht. Wohl auch deshalb blickte St. Paulis Leart Paqarada mit einem schelmischen Grinsen auf den Endspurt. Es gehe noch "um einiges", sagte er, es werde "immer lustiger da oben". Nur nicht für den HSV.
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