1. FC Köln erobert Tabellenspitze in 2. Bundesliga - Magdeburg klopft oben an - Hannover patzt im Aufstiegsrennen

Der 1. FC Köln ist fast am Ziel: Durch ein verdientes 3:1 (2:1) gegen Aufsteiger Preußen Münster hat das Team von Trainer Gerhard Struber den Hamburger SV von der Spitze der 2. Bundesliga verdrängt. Vier Spiele vor Schluss ist der direkte Wiederaufstieg zum Greifen nah, der Vorsprung auf Relegationsrang drei beträgt fünf Punkte. Der 1. FC Magdeburg sprang derweil auf den 3. Tabellenplatz.

Der 1. FC Köln schlägt Preußen Münster 3:1

Fotocredit: Getty Images

Tim Lemperle (11.), Luca Waldschmidt per Handelfmeter (45.+1) und Damion Downs (56.) trafen für den FC, der zuletzt zweimal in Folge ohne Sieg geblieben war.
Vor 50.000 Zuschauern nutzte Köln diesmal den Ausrutscher des HSV und holte sich Rang eins zurück. Münster kam durch ein Eigentor von Timo Hübers (39.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich und steckt nach vier Spielen ohne Dreier weiter tief im Abstiegskampf.
"Wir wollen zurück in die Bundesliga", hatte Thomas Kessler, Leiter Lizenzbereich beim FC, vor dem Anstoß gesagt. Entsprechend forsch begann Köln das erste Heimspiel gegen Münster seit 62 Jahren. Wie schon im Hinspiel (1:0) war es Lemperle, der das 1:0 besorgte, als er den Ball ins rechte Eck einschob.
Der Ausgleich fiel aus dem Nichts, als Hübers den Ball unglücklich ins eigene Netz lenkte. Waldschmidt brachte den FC noch vor der Pause wieder in Führung, Schiedsrichter Tom Bauer hatte nach Ansicht der TV-Bilder ein Handspiel von Simon Scherder geahndet. Downs beendete nach der Pause alle Zweifel am Sieg, erstmals im Kalenderjahr 2025 erzielte der FC drei Tore.

Magdeburg klopft oben an - Hannover patzt

Derweil hat 1. FC Magdeburg im Aufstiegsrennen einen enorm wichtigen Sieg gefeiert. Gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg gewann die Mannschaft von Trainer Christian Titz am Sonntag mit 3:0 (1:0) und sprang auf Relegationsrang drei. Nach Patzern der Konkurrenz ist Magdeburg ein Gewinner des Osterwochenendes und liegt mit 49 Zählern einen Punkt vor der SV Elversberg auf Platz vier.
Seine wahrscheinlich letzte Aufstiegschance verspielte Hannover 96. Die Niedersachsen verloren bei Darmstadt 98 am Ostersonntag 1:3 (0:1) und liegen vier Spiele vor Saisonende weit hinter dem Relegationsplatz. Darmstadt darf sich als gerettet betrachten.
Für eine letzte Mini-Chance auf den dritten Tabellenplatz benötigte Hannover unbedingt einen Sieg, aber der Start war eine Katastrophe. Ein Fehlpass von Fabian Kunze bei einem Freistoß im Mittelfeld, schon ging es ab in die falsche Richtung - und Fraser Hornby traf nach nur 30 Sekunden für Darmstadt. Andreas Voglsammer (82.) glich zwar aus, doch postwendend brachte Killian Corredor (83.) Darmstadt wieder in Führung. Hornby (90.+2) machte per Foulelfmeter alles klar.
96 hatte sich nach dem üblen Beginn gefangen  und in der ersten Halbzeit auf den Ausgleich gedrängt. Eine abgerutschte Flanke von Linksverteidiger Bartlomiej Wdowik ging aber an die Oberkante der Torlatte (30.), Enzo Leopold schoss aus 25 Metern knapp vorbei (36.).
Nach der Pause lieferten sich beide Teams ein packendes Duell - doch letztlich brachte es den K.o. für Hannover.

Hertha entledigt sich letzter Abstiegssorgen - KSC hält Anschluss

Hertha BSC hat sich dank eines starken Zwischenspurts wohl auch der letzten Abstiegssorgen in der 2. Bundesliga entledigt. Beim Aufsteiger SSV Ulm siegte die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl nach einem wilden zweiten Durchgang noch mit 3:2 (0:1), es war bereits der vierte Sieg aus den letzten fünf Spielen für die Hauptstädter.
Der Karlsruher SC hielt durch ein 1:0 (0:0) derweil den Anschluss an die Aufstiegsränge. Mit 44 Punkten heben die Baden zumindest noch leise Hoffnungen, in den verbliebenen Spielen an Relegationsplatz drei heranzurücken.
Das könnte Dich auch interessieren: Trauer um 1860-Kulttrainer Lorant
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung