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Fortuna Düsseldorf trennt sich offiziell von Trainer Daniel Thioune - Markus Anfang übernimmt
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Update 06/10/2025 um 14:22 GMT+2 Uhr
Der kriselnde Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat auf den anhaltenden Negativtrend reagiert und sich von Trainer Daniel Thioune getrennt. Markus Anfang übernimmt. Das bestätigte der Verein am Montag. "Mit Markus Anfang haben wir uns für einen exzellenten Kenner der 2. Bundesliga entschieden, der bereits gezeigt hat, dass er Mannschaften erfolgreich führen kann", sagte Sportvorstand Klaus Allofs.
Markus Anfang wird neuer Trainer bei Fortuna Düsseldorf
Fotocredit: Getty Images
Aus für Daniel Thioune, Neubeginn mit Markus Anfang: Fortuna Düsseldorf vollzieht nach dem verkorksten Saisonstart in der 2. Fußball-Bundesliga einen personellen Wechsel auf der Trainerbank.
Anfang soll die Rheinländer nach nur zehn Punkten aus acht Spielen wieder zu einem ernsthaften Aufstiegsaspiranten machen. Der gebürtige Kölner präsentierte sich am Montag hoch motiviert, aber auch zurückhaltend.
"Ich habe schon viele Traditionsvereine trainiert, und vielleicht ziehe ich solche Klubs magisch an. Als die Anfrage kam, hatte ich sofort das Gefühl: Das ist das Richtige", sagte Anfang, der einen Vertrag bis Sommer 2027 unterschrieb.
Seine Rückkehr nach Düsseldorf sei "emotional", auch wenn das "Rheinstadion nicht mehr das Rheinstadion" ist. Er komme "gefühlt zurück, aber ich bin in einer anderen Position das erste Mal hier. Ich bin nicht mehr Spieler. Ich bin hier Trainer. Ich habe eine ganz andere Aufgabe", sagte Anfang. Der heute 51-Jährige trug in seiner Karriere zweimal das Trikot der Fortuna – zuletzt in der Regionalliga (2006 bis 2008), zuvor in der Bundesliga (1995 bis 1997).
Anfang will Stabilität
Dorthin wollen auch die Düsseldorfer bestenfalls kurzfristig wieder, Anfang äußerte sich zum angepeilten Aufstieg aber defensiv. "Wir müssen zunächst versuchen, die Mannschaft da, wo sie jetzt gerade ist, abzuholen, zu stabilisieren und den Jungs dann nach und nach den Plan mitzugeben, wie wir die Spiele gestalten, um wieder erfolgreich zu sein", sagte Anfang.
Wenn er jetzt über "übergeordnete Ziele in irgendeiner Form" spreche, würde er die "aktuelle Situation ein Stück weit ignorieren. Und das dürfen wir nicht." Derzeit stehen die Rheinländer nur auf dem 13. Tabellenplatz.
Düsseldorfs Sportvorstand Klaus Allofs bezeichnete Anfang als "Kenner der 2. Bundesliga". Die Entscheidung für die Trennung von Thioune, mit dem Allofs erst im vergangenen Jahr einen neuen Dreijahresvertrag bis 2028 vereinbart hatte, sei schwer gefallen – auch weil Thioune "ein echter Botschafter für Fortuna Düsseldorf" gewesen sei.
Anfang wird Thioune kontaktieren
Anfang äußerte sich ebenfalls sehr wertschätzend über Thioune, den er zeitnah kontaktieren will, um vor seinem Debüt am 17. Oktober gegen Eintracht Braunschweig "ein paar Informationen" von seinem Vorgänger zu bekommen. "Ich werde in den nächsten Tagen versuchen, mit ihm zu sprechen, ihn anzurufen", kündigte Anfang an: "Das finde ich einfach sehr, sehr wertvoll."
Thioune hatte die Fortuna im Februar 2022 übernommen und die damals abstiegsbedrohte Fortuna souverän zum Klassenerhalt geführt, 2024 verfehlte der Klub haarscharf den Aufstieg in der Relegation.
Anfang war zuletzt als Trainer des 1. FC Kaiserslautern tätig, wurde bei den Pfälzern in der Vorsaison jedoch im Kampf um den Aufstieg entlassen. 2021 war der gebürtige Kölner aufgrund einer gefälschten Angabe zu seinem Corona-Impfstatus bei Werder Bremen gefeuert und gesperrt worden. Rund sieben Monate später kehrte er mit seinem Engagement beim damaligen Drittligisten Dynamo Dresden in den Profifußball zurück.
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(SID)
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