VfL Bochum blamiert sich bei Zweitliga-Rückkehr gegen Darmstadt 98 - Holstein Kiel verliert beim SC Paderborn

Die Bundesliga-Absteiger VfL Bochum und Holstein Kiel sind mit Niederlagen in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Bochum blamierte sich zum Auftakt bei Darmstadt 98 1:4 (1:2), während die Kieler beim SC Paderborn eine 1:2-Pleite kassierten. Die Paderborner trafen in der neunten Minute der Nachspielzeit durch Filip Bilbija zum Endstand, nachdem Armin Gigovic (89.) kurz zuvor ausgeglichen hatte.

Romario Rösch und der VfL Bochum gingen bei Darmstadt 98 unter

Fotocredit: Getty Images

Der VfL Bochum hat nach dem Abstieg zum Start in die neue Saison in die 2. Fußball-Bundesliga gleich einen herben Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking verlor bei Darmstadt 98 um den Dreifachtorschützen Isac Lidberg klar mit 1:4 (1:2). Der 18. der Bundesliga-Vorsaison findet sich nun auch im Unterhaus zunächst am Tabellenende wieder, während sich Darmstadt an die Spitze setzt.
Lidberg (5., 45.+1, 48.), schon in der Vorsaison mit 14 Treffern bester Torschütze der von Florian Kohfeldt trainierten Lilien, traf vor 17.500 Zuschauern am Böllenfalltor schon vor der Pause doppelt und legte kurz nach dem Seitenwechsel nach. Anschließend erhöhte Aleksandar Vukotic (56.), Moritz Broschinski (34.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.
"Das ist ein gebrauchter Tag für uns. Wir sind heute in der Realität angekommen", sagte VfL-Torhüter Timo Horn bei "Sky", dem vor allem die beiden "identischen" Standardgegentore in der zweiten Halbzeit ein Dorn im Auge waren: "Das ist natürlich einfach zu leicht. Da müssen wir uns ganz schnell straffen."
Vor allem die mit drei Neuzugängen besetzte Dreierkette des VfL um Rückkehrer Kevin Vogt offenbarte noch große Probleme. Und die Darmstädter nutzten das eiskalt aus. Nach einer schönen Kombination sorgte Lidberg mit einem wuchtigen Schuss für einen Blitzstart.

Kiel-Drama in der Nachspielzeit

Bochum hatte anschließend mehr vom Spiel und kam durch Broschinski, der sich in der Entstehung robust gegen Patric Pfeiffer durchsetzte, zum verdienten Ausgleich. Zuvor hatten Darmstadts Marcel Schuhen (15.) und Bochums Timo Horn (27.) je einmal glänzend pariert.
Noch vor der Pause fand Darmstadt die passende Antwort. Erneut war es der Schwede Lidberg, der diesmal im Nachschuss keine Mühe hatte, nachdem Fraser Hornbys Kopfball zuvor am Pfosten gelandet war. Nach der Pause erzielte der 26-Jährige nach einer Ecke im Nachsetzen seinen dritten Treffer, ehe Vukotic eine weitere Ecke freistehend einköpfte.
Auch Holstein Kiel verpatzte den Auftakt in die neue Zweitliga-Saison. Beim SC Paderborn unterlag das Team von Trainer Marcel Rapp mit 1:2 (0:1), beim SCP feierte der neue Coach Ralf Kettemann dank des späten Treffers von Filip Bilbija (90.+9) hingegen ein gelungenes Pflichtspiel-Debüt.
Verteidiger Marcel Hoffmeier hatte Paderborn in Führung gebracht (29.), Armin Gigovic besorgte mit einem traumhaften Freistoß den Ausgleich (85.). Doch den Schlusspunkt setzte Bilbija - und ließ den Tabellenvierten der Vorsaison jubeln.

KSC startet erfolgreich

Den Kielern fehlte es nach dem Rekord-Abgang von Stürmer Shuto Machino (zu Borussia Mönchengladbach) von Beginn an an offensiver Durchschlagskraft. Der Führungstreffer für Paderborn fiel nach einem Standard: Eine Ecke von Raphael Obermair konnten die Gäste nur in den Rückraum klären, Hoffmeier zog direkt ab und traf aus 20 Metern volley ins linke untere Toreck.
Die Ostwestfalen, die Trainer Lukas Kwasniok in Richtung Aufsteiger 1. FC Köln hatten ziehen lassen müssen, hätten in Person von Bilbija nachlegen können, sein Lupfer über KSV-Keeper Jonas Krumrey hinweg verfehlte das Tor nur knapp (44.), ein zweites Mal hatte der 25-Jährige in der Entstehung die Hand am Ball (59.).
Kiel hatte seine besten Möglichkeiten vor der Pause durch Alexander Bernhardsson (41.) und Lasse Rosenboom (45.+2), Paderborn war der Entscheidung näher als Kiel dem Ausgleich. Bis Gigovic aus 18 Metern unter die Latte traf. Doch Paderborn schlug noch einmal zurück.
Parallel startete der ambitionierte Karlsruher SC - angeführt vom starken Kapitän Marvin Wanitzek - erfolgreich in die neue Saison. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner besiegte Preußen Münster etwas glücklich mit 3:2 (2:1) und sorgte damit für ein missglücktes Pflichtspiel-Debüt von Gäste-Coach Alexander Ende.

Kloses Nürnberg kassiert Dämpfer

Louey Ben Farhat (7.) und der auffällige Wanitzek (22.) brachten den KSC zunächst in Führung. Die Gäste verkürzten durch Etienne Amenyido (32.) und glichen in Unterzahl durch Lars Lokotsch (80.) aus. Niko Koulis (62.) hatte zuvor die Rote Karte nach einer Notbremse gesehen. Lilian Egloff (88.) sicherte Karlsruhe aber drei Punkte.
Die Gastgeber begannen druckvoll und belohnten sich schnell. Wanitzek verlängerte eine Ecke per Kopf und Ben Farhat stand goldrichtig. Das Offensiv-Duo harmonierte auch beim zweiten KSC-Treffer prächtig. Diesmal legte Ben Farhat für Wanitzek auf, der überlegt erhöhte.
Mit der Führung im Rücken wurde Karlsruhe aber immer passiver und überließ den Gästen den Ball - das wurde bestraft. Amenyido verkürzte nach einer schönen Einzelleistung sehenswert.
Auch nach dem Wechsel war Münster meist spielbestimmend, der KSC stand kompakt und lauerte auf Konter. Einer führte zum Platzverweis von Koulis, der Ben Farhat nur per Foul stoppen konnte. Doch Münster kämpfte und kam zum nicht unverdienten Ausgleich, doch Egloff setzte den Schlusspunkt.
Der 1. FC Nürnberg ist mit einem Dämpfer in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Das Team von Trainer Miroslav Klose unterlag bei der SV Elversberg nach einer turbulenten Endphase mit 0:1 (0:0). Nach einer Vorsaison im Mittelfeld ist damit wenig Auftakt-Euphorie bei den Franken zu verspüren.

Rohr entscheidet Spiel für Elversberg

Maximilian Rohr entschied mit seinem späten Treffer (90.) die Partie für die Gastgeber, die in der Vorsaison in der Relegation zur Bundesliga knapp am 1. FC Heidenheim gescheitert waren, und sorgte somit auch für einen erfolgreichen Einstand von Trainer Vincent Wagner.
Dabei durften die mitgereisten Nürnberger Fans im Stadion an der Kaiserlinde fast einen Traumstart bejubeln, die Leverkusener Leihgabe Artem Stepanov traf den Ball jedoch nicht sauber (2.). Spannend wurde es dann erst wieder kurz vor der Pause. Erst Luca Schnellbacher und dann Tom Zimmerschied sorgten für Chaos im Nürnberger Strafraum.
Auch nach Wiederanpfiff blieb die Begegnung zerfahren, erst in den Schlussminuten wurde es wild. Erst brachte Rohr die SVE in Führung, in der Nachspielzeit verpasste der Club die große Chance zum Ausgleich.
(SID)
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Quelle: SNTV


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