3. Liga: SSV Ulm steigt auf - Regensburg und Dresden patzen, Bielefeld und 1860 verpassen wichtigen Befreiungsschlag

Platzsturm und Party - der SSV Ulm kehrt nach 23 Jahren in die 2. Bundesliga zurück. Die Spatzen setzten sich am drittletzten Spieltag der 3. Liga mit 2:0 (0:0) gegen Viktoria Köln durch und legten damit als fünfter Klub den Durchmarsch von der Regionalliga ins Unterhaus hin. Weil Jahn Regensburg beim SC Freiburg II patzte und 1:3 (0:1) verlor, steht Ulm überdies vorzeitig als Meister fest.

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Quelle: Perform

Der Durchmarsch war zuvor nur RB Leipzig 2014, den Würzburger Kickers 2016, Jahn Regensburg 2017 und in der vergangenen Saison dem SV Elversberg gelungen.
"Wahnsinn! Die Mannschaft hat etwas ganz, ganz Großes vollbracht. Wir sind gestartet als sicherer Absteiger und spielen so eine Saison, so stabil, so konstant und so geschlossen", sagte Trainer Thomas Wöhrle im "SWR":
Man sei "überglücklich, es ist unfassbar. Was wir hier auf die Beine gestellt haben..."
Geschäftsführer Markus Thiele ergänzte im weißen "Aufsteiger"-Shirt und mit Tränen in den Augen: "Es ist überragend. Vor allem auch der Weg, den wir gegangen sind. Wir haben vor drei Jahren vor 1200 Zuschauern angefangen, jetzt sind wir in der 2. Liga!"

Ulmer Euphorie: "Das wird ein langer Abend"

Die Fans feierten den Erfolg zu Tausenden auf dem Platz des Donaustadions, das mit 17.756 Zuschauern ausverkauft war. Und Trainer Wöhrle? "Da muss ich viele enttäuschen, das ist gar nicht meine Welt", sagte er über die anstehenden Aufstiegsfeier.
Thiele aber hielt lachend dagegen: "Ich glaube schon, dass wir heute richtig Gas geben werden, das wird ein langer Abend."
Eingeläutet hatte ihn Leonardo Scienza (59.), der einen schmeichelhaften Foulelfmeter nach einem eher harmlosen Vergehen des Kölners Lars Dietz an Dennis Chessa zu seinem neunten Saisontor nutzte. Ein tolles Solo von Max Brandt (64.) brachte die Entscheidung für Ulm, das in der Liga in diesem Kalenderjahr ungeschlagen ist.

Ulm braucht eine Rasenheizung

Dennoch wird die 2. Liga zu einer großen Herausforderung. Die Lizenz wurde Ulm zwar bereits bewilligt, allerdings unter Auflagen. Unter anderem muss eine Rasenheizung her. "Es sind noch ein paar Sachen zu machen", sagte Thiele, "die zeitlich auch drängen." So müssen bis zum 17. Juli auch die Flutlichter nachgebessert werden.
Wirtschaftlich erfülle Ulm jedoch alle Bedingungen, betonte Thiele. "Das ist mit der Vergangenheit des SSV eine wichtige Botschaft." Schließlich schlitterte der Klub nach der bislang einzigen Bundesliga-Saison (1999/2000) gleich dreimal in die Insolvenz.
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(SID)

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