Niger trotzt dem Kongo

Im zweiten Spiel der Gruppe B kam Kongo gegen den Niger nur zu einem torlosen Unentschieden. Die Mannschaft von Trainer Claude Le Roy hatte besonders in der ersten Hälfte eine Reihe von guten Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder am gut aufgelegten Schlussmann Kassaly Daouda, der dem Niger den ersten Punkt sicherte.

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Die Lehren:
Trotz einer ordentlichen ersten Hälfte mit guten Chancen trennten sich beide Teams torlos und halten sich somit weiterhin eine kleine Chance auf das Viertelfinale offen.
Besonders für Kongo ist das Unentschieden zu wenig, jetzt braucht die Demokratische Republik im letzten Spiel gegen Mali eine Sieg um weiterzukommen.
Ein Pfostenschuss des Niger und zwei dicke Chancen durch Kongo-Stürmer Mbokani waren die offensiven Höhepunkte der Partie, die ansonsten unter vielen Fehlern und Ungenauigkeiten litt.
Außenseiter Niger mit dem deutschen Trainer Gernot Rohr fährt nach einer couragierten Leistung aber zumindest nicht mit ganz leeren Händen nach Hause. Mindestens ein Punkt war das erklärte Ziel der Westafrikaner.
Die Highlights:
4. Der Pfosten rettet! Modibo stibitzt Mabiala den Ball und zieht alleine zum Tor. Der Stürmer macht alles richtig und schlenzt die Kugel auf den langen Pfosten, aber etwas zu genau. Vom Aluminium prallt der Ball zurück ins Feld.
13. Klasse gehalten von Kassaly! Mbokani kann einen hohen Ball im Strafraum mit der Brust annehmen und hat die Zeit, sich die Ecke auszusuchen. Er entscheidet sich für die lange, aber der nigrische Keeper fischt ihn raus.
42. Was für eine Chance! Vier Kongolesen laufen mit dem Ball auf einen Gegenspieler zu. Mbokani bekommt den Pass in die Mitte und schließt direkt ab. Doch wieder ist Keeper Kassaly blitzschnell unten und wehrt tatsächlich ab. Seine zweite starke Parade.
54. Jetzt mal wieder ein Schuss. Maazou zieht aus gut 20 Metern ab, aber der Ball kommt genau auf Keeper Kidiaba. Der faustet zum Eckball.
59. Der Niger wird besser. Maazou erreicht eine Flanke im Strafraum und prüft Torhüter Kidiaba mit einem Kopfball. Der fliegt und schnappt sich die Kugel.
90. Jetzt wird es nochmal gefährlich. Talatou bringt den Ball nach vorne und zieht nochmal aus 20 Metern ab. Kidiaba muss sich ganz schön strecken, erreicht den Ball aber.
Der Kracher: Daouda Kassaly
Der nigrische Keeper Kassaly Daouda kam schleppend ins Spiel, wurde dann aber zum Helden. Mit zwei sensationellen Paraden gegen Dieumerci Mbokani rettet er seiner Mannschaft einen Punkt und wahrt sogar noch eine kleine Chance auf das Viertelfinale.
Im Abseits: Rüpel auf dem Rasen
Die Zweikämpfe bei der Partie hatten es in sich und grenzten stellenweise an Körperverletzung. Mehr als einmal gingen die Spieler mit gestreckten Beinen in die Duelle und nahmen Verletzungen ihrer Gegenspieler in Kauf. Ein absolut unnötiges Verhalten.
Die Statistik: 6
Bei der Demokratischen Republik Kongo steht ein alter bekannter an der Seitenlinie. Der Franzose Claude Le Roy betreut mit den Zentralafrikanern bereits seine sechste Mannschaft in Afrika. Neben einem früheren Engagement in Kongo, war Le Roy zuvor bereits als Trainer im Senegal, in Ghana und zweimal in Kamerun tätig.
VIDEO: Fair-Play sieht anders aus
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