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Aubameyang scheitert am Gastgeber
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Publiziert 25/01/2015 um 20:57 GMT+1 Uhr
Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB ist mit Gabun durch eine 0:2 (0:0)-Niederlage gegen Gastgeber Äquatorialguinea im letzten Gruppenspiel vorzeitig ausgeschieden. Der Ausrichter des Kontinental-Turniers zog durch Tore von Javier Balboa (55. Minute, Elfmeter) und Ibán (86.) ins Viertelfinale des Afrika-Cups ein.
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Die Lehren:
Äquatorialguinea hat die Überraschung perfekt gemacht. Nach nervöser Anfangsphase steigerten sich die Gastgeber, angepeitscht von den heimischen Fans, immer weiter.
Unter dem Strich verdiente sich die Elf von Esteban Becker dank einer kämpferisch herausragenden Leistung den Sprung in das Viertelfinale.
Dort nicht mehr dabei sein wird Gabun. Die Elf um Borussia-Star Aubameyang erspielte sich einige gute Möglichkeiten, konnte diese jedoch nicht verwerten. Nicht unglücklich über dieses Ergebnis dürfte BVB-Trainer Jürgen Klopp sein, dem Aubameyang damit zum Bundesliga-Auftakt wieder zur Verfügung steht.
Aubameyang kritisierte den Schiedsrichter für die Elfmeterentscheidung. "Dieser Elfer hat uns gekillt. Es war nicht das erste Mal, dass wir diesen Referee hatten", sagte der BVB-Star über den ivorischen Unparteiischen Desire Doue Noumandiez: "Es ist einfach enttäuschend, auf diesem Niveau sollten solche Schiedsrichter-Fehler nicht passieren. Wir müssen damit klarkommen, aber die Leute sollten wissen, dass das nicht fair ist."
Die Höhepunkte:
9. Erster Aufreger der Partie: Ovono steht bei seinem Abschlag außerhalb des Strafraumes und schenkt Äquatorialguinea so einen gefährlichen Freistoß aus 17 Metern. Diesen setzt Balboa aus halbrechter Position jedoch deutlich zu hoch an.
19. Toller Angriff von Äquatorialguinea. Kike schickt Balboa auf dem linken Flügel, der die Kugel wieder direkt zurück ins Zentrum spielt. Fabiani steht einschussbereit da, doch Manga klärt in höchster Not.
21. Aubameyang hat die Führung auf dem Kopf. Bulot hat auf der linken Seite zu viel Platz und flankt punktgenau auf den Dortmunder, der mit viel Tempo angesprintet kommt und aus 15 Metern einen wuchtigen Kopfball abfeuert. Ovono reagiert glänzend, hat aber auch etwas Glück, dass die Kugel sich noch um den Pfosten windet.
30. Bulot und Evouna hebeln mit einem einfachen Doppelpass die komplette Abwehr von Äquatorialguinea aus. Der Regisseur versucht sich aus 14 Metern, doch Ovono reagiert erneut glänzend.
47. Aubameyang tritt einen Freistoß aus 25 Metern erstklassig in Richtung linker Torwinkel. Ovono ist hellwach und lenkt die Kugel noch über die Querlatte.
53. Wieder sorgt ein Freistoß für Gefahr auf Seiten Gabuns. Diesmal ist es Bulot, der die Kugel über die Mauer hebt. Erneut ist aber Ovono da und pariert erstklassig.
55. TOOOR für Äquatorialguinea! Balboa kommt mit viel Tempo, dringt in den Strafraum ein und wird dann von Palun leicht touchiert. Balboa fällt äußerst spektakulär und bekommt dafür einen Elfmeter - umstrittene Entscheidung. Balboa tritt selbst an und verwandelt souverän zum 1:0 für die Gastgeber.
61. Aubameyang setzt sich auf der linken Seite herrlich durch. Ovono unterläuft die Flanke, doch Bulot bringt die Kugel nicht im leeren Tor unter.
77. Nsue beweist großartige Übersicht und legt den Ball in den Lauf von Balboa, der frei vor dem Tor steht. Ovono spekuliert früh auf die lange Ecke und gewinnt. Mit seiner Glanzparade hält der Keeper Gabun am sportlichen Leben.
86. TOOOR für Äquatorialguinea! Ibán lässt das Stadion explodieren. Bei einem Konter über Balboa kann Ovono den Schuss von Nsue noch abwehren, doch der eingewechselte Ibán hat keine Probleme zum 2:0 abzustauben.
Der Kracher: Emotionen pur
Was nach dem Führungstreffer im Estadio de Bata von Äquatorialguinea los war, lässt sich kaum in Worte fassen. Die komplette Ersatzbank der Gastgeber setzte zum Jubellauf quer über den Platz an und auf den Rängen herrschte bis zum Abpfiff eine fantastische Stimmung. Alleine wegen dieser Emotionen haben die Gastgeber das Verbleiben im Turnier verdient.
Im Abseits: Zeitspiel
Dass Mannschaften bei einer knappen Führung kräftig an der Uhr drehen, ist ein alter Hut. Was die Gastgeber in den letzten Minuten veranstalteten, ging aber etwas über das normale Maß hinaus. Jede Minute lag ein anderer Spieler scheinbar schwer verletzt auf dem Boden, um kurz danach wieder munter mitzumischen.
Die Statistik: 0
Es ist wie verhext für Gabun. Weiterhin können die "Panther" an einem Sonntag kein Spiel beim Afrika-Cup gewinnen. Das bleibt auch nach dem 0:1 gegen Äquatorialguinea unverändert.
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