SID

Afrika Cup: Kamerun gewinnt Finale gegen Ägypten

Finalsieg gegen Ägypten! Kamerun zum fünften Mal Afrika-Cup-Sieger

05/02/2017 um 21:56Aktualisiert 05/02/2017 um 22:46

Kamerun ist Afrika-Meister 2017. Die "Unbezähmbaren Löwen" besiegten Rekordsieger Ägypten mit einem "Last-Minute-Treffer" von Vincent Aboubakar in der 88. Minute. Zuvor waren die Nordafrikaner durch Mohamed Elneny (22.) frühzeitig in Führung gegangen. Nach diesem Tor "mauerte" sich Agypten in der eigenen Hälfte ein. Nicolas N'Koulou (59.) traf zum Ausgleich, der die Wende einläutete.

So lief das Spiel:

Ägypten erwischte den besseren Start ins Finale des Afrika Cups. Bereits in der 3. Minute hatte Abdalla Saied nach feinem Zuspiel von Mohamed Salah mit einem Flachschuss die erste gute Chance des Spiels, scheiterte aber an Kameruns Torwart Fabrice Ondoa.

Auf der anderen Seite prüfte Sébastien Siani erstmals das Können von Ägyptens Torwart Essam El Hadary (7.). Ägypten hatte in der Folge mehr vom Spiel und ging verdient in Führung. Salah bediente Mohamed Elneny im Sechzehner und der Profi vom FC Arsenal zimmerte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte (22.).

Kamerun hatte es nach dem Rückstand extrem schwer. Der Gegner zog sich in die eigene Hälfte zurück und den "Unbezähmbaren Löwen" fiel außer hohen Bällen, bei denen El Hadaray ein ums andere Mal unsicher wirkte, nicht viel ein. Im ersten Durchgang kam das Team von Trainer Hugo Broos zu keiner einzigen zählbaren Torchance mehr.

Nach der Pause spiegelte sich das Bild des ersten Durchgangs wider: Kamerun griff an, Ägypten verteidigte. Es dauerte bis zur 59 Minute, ehe es die erste Großchance gab. Diese führte prompt zum Ausgleich. Nach einer Ecke bekamen die Ägypter den Ball nicht weg, Benjamin Moukandjo gab die Kugel im zweiten Versuch präzise an den Fünfer, wo Nikolas N’Koulou den Kopf hinhielt und das 1:1 erzielte.

Kamerun hatte durch den Ausgleich Oberwasser und wäre nach einem weiteren Kopfball von N’Koulou fast in Führung gegangen (70.). In der Schlussphase entwickelte sich ein offenes Spiel – auch Ägypten agierte wieder nach vorne. Zwingende Chancen waren allerdings auf beiden Seiten Mangelware, bis Vincent Aboubakar in der 88. Minute seine große Show abzog.

Der Profi von Besiktas Istanbul nahm einen langen Ball am Sechzehner akrobatisch mit, ließ seinen Gegenspieler ins Leere laufen und versenkte die Kugel mit einem Volleyschuss im linken unteren Eck. Ägypten schaffte es nicht mehr zu reagieren und somit sicherte sich Kamerun den Titel.

Der Tweet zum Spiel:

In Kameruns Hauptstadt Yaoundé wurde der Titel lautstark gefeiert.

Das fiel auf: Ägyptens "Mauer"-Taktik geht nicht auf

Nach dem 1:0 zogen sich die Ägypter fast vollständig in die eigene Hälfte zurück und taten kaum noch etwas für das Spiel. Die Quittung dafür erhielten sie in der zweiten Halbzeit mit zwei Gegentoren, weswegen Ägypten am Ende mit leeren Händen dastand.

Die Statistik: 5

Zum fünften Mal gewinnt Kamerun den Afrika Cup. Zuvor hatten sich die "Unbezähmbaren Löwen" bereits 1984, 1988, 2000 und 2002 den Titel gesichert.

Video - Isak, Alli, Donnarumma: Die zehn größten Talente im Fußball

01:47
0
0