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Afrika-Cup: Rekordsieger Ägypten erreicht Finale nach Elfmeterschießen gegen Burkina Faso

Ägypten nach Elfmeter-Krimi im Finale: "Jemand wollte nicht, dass Burkina Faso gewinnt"

02/02/2017 um 11:49Aktualisiert 02/02/2017 um 11:50

Rekordsieger Ägypten hat das Finale des Afrika-Cups in Gabun erreicht. Der siebenmalige Afrikameister setzte sich im Halbfinale gegen Burkina Faso im Elfmeterschießen mit 4:3 durch. Nach Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden. Bertrand Traoré verschoss den entscheidenden Elfmeter für Burkina Faso. Der zweite Finalist wird am Donnerstag zwischen Ghana und Kamerun ermittelt.

So lief das Spiel:

Der "Underdog" aus Westafrika war das aktivere Team und kam einige Male zum Abschluss. Allerdings versuchte es Burkina Faso meist nur aus der Distanz und stelle Gäste-Keeper Essam El Hadary vor keine großen Probleme. Ägypten agierte abwartend und lauerte auf Konter. Die einzigen nennenswerten Chancen der "Pharaonen" hatten Mahmoud Trezeguet und Kharaba.

Auch im zweiten Durchgang waren "Les Etalons" dem Führungstor näher und setzten das gegnerische Abwehr-Bollwerk unter Druck. In vielen Szenen fehlte es allerdings an Präzision. Besser machten es die Ägypter, die mit der ersten Möglichkeit sehenswert einnetzen: Kahraba legte vom Elfmeterpunkt auf Mohamed Salah ab, der von der Strafraumkante mit links zum 1:0 in den Winkel schlenzte (67.). Burkina Faso ließ sich davon nicht unterkriegen und glich wenige Minuten später durch Aristide Bancé (73.) verdient aus. Steeve Yago legte kurz vor der Grundlinie mit der Hacke auf Charles Kabore ab, der aus dem rechten Halbfeld nach innen flankte. Bancé nahm den Ball neun Meter vor dem Gehäuse toll mit der Brust an und schoss ihn volley flach zum 1:1 ein.

Burkina Faso hätte sich den Finaleinzug verdient, doch die Westafrikaner nutzten ihre vielen Möglichkeiten nicht effizient. Die Ägypter hatten nur wenige gute Offensivszenen, behielten in den entscheidenden Situationen aber die Oberhand. Das Weiterkommen haben sie vor allem Torwart-Oldie El-Hadary zu verdanken, der die letzten beiden Schüsse im Elfmeter-Krimi parierte.

Die Stimmen:

Paulo Duarte (Trainer Burkina Faso): "Jemand wollte nicht, dass Burkina Faso gewinnt."

Der Tweet zum Spiel:

Trotz langanhaltender Nullnummer war die Stimmung auf den Rängen klasse. Die gesamte Spielzeit über wurden die Protagonisten mit einer Vielzahl von Instrumenten und guter Laune von den Zuschauern begleitet.

Das fiel auf: Bancé kann's immer noch

Der ehemalige Bundesligaspieler war einer der Besten auf dem Rasen. In Gabun zeigte er eindrucksvoll seine Vollstrecker-Qualitäten sowie seine tolle Ballbehandlung.

Die Statistik: 24

24 Jahre liegen zwischen den beiden Torhütern. Burkina-Faso-Keeper Herve Koffi trat beim Elferschießen als vierter Schütze seiner Mannschaft an, konnte seinen Gegenüber, den 44-jährigen El-Hadary, aber nicht bezwingen.

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