So lief das Spiel:

Es wäre unverdient gewesen, hätte Südafrika das Halbfinale klargemacht. Mit Ausnahme des glücklichen Ausgleichs durch Zungu im Anschluss an einen Freistoß hatte das Team, das in der Runde zuvor Gastgeber Ägypten aus dem Wettbewerb geworfen hatte, eigentlich keine vorzeigbare Torgelegenheit. Und selbst diese wurde zunächst wegen Abseits zurückgepfiffen. Erst der VAR erkannte, dass die Verlängerung für Zungu nicht vom eigenen Mann kam, sondern vom Gegner.
Auch in den fünf Minuten nach diesem Tor war etwas wie Vorwärtsdrang erkennbar, ansonsten ging aber gar nichts. Nicht, dass sich Nigeria über alle Maßen verausgabt hätte. Das trifft nur auf Ahmed Musa zu, der seine linke Angriffseite dauerhaft beackert hatte und damit die wenigen gefährlichen Szenen heraufbeschwörte, die Nigeria hatte. So etwa war er auch am 1:0 durch Chukwueze beteiligt, das er ihm vorbereitet hatte.
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Mitte der zweiten Halbzeit musste der Wirbelwind vom Platz. Der für ihn eingewechselte Moses Simon schlug dann die Ecke, die William Ekong irgendwie ins Tor bugsierte, weil Torhüter Ronwen Williams seinen einzigen Fehler im Spiel machte und am Ball vorbei faustete. Zuvor hatte der Keeper sein Team am Leben gehalten, als er in der 50. Minute einen aus 25 Metern stark getretenen Freistoß von Oghenekaro Etebo noch irgendwie an die Latte gelenkt hatte.

Das fiel auf:

Südafrika, das vor dem Spiel noch als heißer Anwärter auf den Titel gelobt wurde und unter anderem von Jose Mourinho gelobt wurde für seine starke Organisation auf dem Feld, brachte gar nichts zustande. Gerade in der Offensive lief nichts. War nach dem Sieg gegen Titelkandidat und Gastgeber der Druck zu groß? Auch Nigerias Trainer Rohr hatte das Team vor dem Spiel zum Favoriten ernannt. Alles nur Taktik? Vielleicht war aber auch nur der Akku leer und das Pulver verschossen.

Der Tweet des Spiels:

Wenn das Geschehen auf den Rängen interessanter ist als das auf dem Rasen.

Die Statistik: 4

Top oder Flop hieß es bei den letzten vier Austragungen des Afrika Cups für Nigeria immer. Nachdem sich das Team 2012 überhaupt nicht qualifiziert hatte, wurde es ein Jahr später zum dritten Mal Afrikameister. In den beiden Turnieren danach scheiterten die Super Eagles allerdings schon wieder in der Qualifikation. Gelingt jetzt also wieder der ganz große Wurf?
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