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Gueye sei Dank! Senegal steht im Halbfinale

Gueye sei Dank! Senegal steht im Halbfinale

10/07/2019 um 20:11Aktualisiert 10/07/2019 um 21:07

Gueye sei Dank! Der Senegal steht beim Afrika-Cup 2019 nach einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Benin im Halbfinale. In einer umkämpften Partie bot Underdog Benin lange Zeit Paroli, ehe Idrissa Gueye mit dem Tor des Tages (70.) für Jubel auf Seiten der Senegalesen sorgte. Dort trefen sie entweder auf Madagaskar oder Tunesien.

So lief das Spiel:

Das erste Viertelfinale dieses Wettbewerbs war im ersten Abschnitt recht ereignisarm. Die Senegalesen nahmen ihre Favoritenrolle an. Sie waren von Beginn an spielbestimmend und agierten munter nach vorne. Meist war für sie jedoch aufgrund der tollen Defensivarbeit Benins vor der Gefahrenzone Schluss. Die "Teranga-Löwen" kamen fünfmal zum Abschluss, vier Schüsse davon wurden allerdings geblockt - einer rauschte am Ziel vorbei.

Benin stand relativ tief und hatte im ersten Durchgang lediglich 30 Prozent Ballbesitz. Das Team von Trainer Michel Dussuyer brachte einen seiner drei Torschüsse auf den Kasten.

"Les Écureuils" wurden nach dem Seitenwechsel mutiger und schoben kollektiv etwas nach vorne. Die ersten Minuten in der zweiten Halbzeit waren ziemlich ausgeglichen, das änderte sich jedoch.

Der Senegal hatte nicht mehr so viele Ballbesitzanteile wie in den ersten 45 Minuten, allerdings boten sich für ihn wegen der höherstehenden "Eichhörnchen" nun mehr Räume, um schnelle Gegenzüge zu starten. Er erspielte sich ein Chancenplus - wie bereits vor der Pause - und brachte den Ball dreimal im Tor unter. Zweimal durch Liverpool-Superstar Sadio Mané, dessen Treffer aber aufgrund von Abseitsstellungen nicht zählten, einmal durch Idrissa Gueye, der den goldenen Treffer des Abends erzielte.

Gueye bedient Mané, der auf seinen Passgeber zurückgab. Dieser hatte am Strafraumrand lediglich noch den Schlussmann vor sich, machte einige Schritte nach vorne und schob zum 1:0 ins linke Eck (70.).

In der Schlussphase wurde Benins Olivier Verdon des Feldes verwiesen. Der Halbraumverteidiger stoppte Gueye knapp vor dem Strafraum per Notbremse und wurde dafür mit Rot bestraft (82.).

Der Tweet zum Spiel:

Bielefelds Neuzugang, der vergangene Saison mit Hansa Rostock in der dritten Liga kickte, war nicht der einzige Startelfakteur, der eine Gegenwart oder Vergangenheit in Deutschland hat. Sein Mitspieler Mickaël Poté stand von 2011 bis 2014 bei Arminia Bielefeld unter Vertrag. Mit Schalkes Salif Sané kam ein weiterer Akteur mit Deutschlandbezug aufs Feld. Er wurde in der 89. Minute eingewechselt, um die Defensive Senegals in den Schlussminuten zu verstärken.

Das fiel auf: Größter Erfolg der Nationalmannschaftsgeschichte

2010 wurde die beninische Nationalmannschaft vom Verband aufgelöst. Dieser warf dem Team mangelnden Patriotismus und schlechtes Benehmen vor. Der damalige Trainer, der Franzose Dussuyer, musste nach dem Vorrundenaus beim Afrika-Cup 2010 seinen Hut nehmen. Ein halbes Jahr nach der Nationalmannschaftsauflösung griff Benin allerdings wieder in den Spielbetrieb ein. Es qualifizierte sich viermal für einen Afrika-Cup (2004, 2008, 2010, 2019) - Schluss war mit Ausnahme dieses Jahres jeweils nach der Gruppenphase. Dussuyer trat im Juni 2018 seine zweite Amtszeit als Trainer der "Eichhörnchen" an und schaffte durch den Achtelfinaleinzug in diesem Wettbewerb den bisher größten Erfolg der beninischen Nationalmannschaft, der mit dem Viertelfinale gegen Senegal getoppt wurde.

Die Statistik: 13

Nach 13 Jahren steht der Senegal wieder im Halbfinale eine Afrika-Cups. Damals musste er sich in der Runde der letzten Vier mit 1:2 gegen Ägypten geschlagen geben und beendete das Turnier als Vierter. Ob es "Les Lions de la Teranga" diesmal besser machen? Bald wissen wir es. Kommenden Sonntag (um 18:00 Uhr im Liveticker auf eurosport.de) treffen sie auf den Sieger des Duells zwischen Madagaskar und Tunesien (am 11. Juli um 21:00 Uhr im Liveticker auf eurosport.de).

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