So lief das Spiel:

Die Ägypter wurden ihrer Favoritenrolle in den ersten Minuten gerecht. Sie hielten den Druck hoch und erspielten sich gute Chancen. Mit zunehmender Dauer wurden die Südafrikaner, die nach überstandener Anfangsphase höher pressten, mutiger. Der WM-Gastgeber schaffte es nicht mehr allzu häufig den vielen Ballbesitz in nennenswerte Offensivszenen umzumünzen. Südafrika hatte seine beste Phase in den zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff, in der es einige Male für Torgefahr sorgte.
Beide Mannschaften befanden sich im zweiten Durchgang auf Augenhöhe. In der 57. Minute vergab Mahmoud Trezeguet eine dicke Chance auf den Führungstreffer. Superstar Mohamed Salah steckte aus halbrechter Position klasse auf den startenden Trezeguet durch, der links im Strafraum nur noch Torwart Ronwen Williams vor sich hatte, jedoch aus geringer Entfernung in dessen Arme schoss.
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Anschließend waren die "Pharaonen" zwar aktiver, sie schafften es aber nicht mehr, gefährlich zum Abschluss zu kommen. Beide Teams neutralisierten sich Mitte des zweiten Abschnitts im Mittelfeld. Die Torhüter wurden einige Zeit lang nicht geprüft. In der Schlussphase führte ein blitzsauberer Gegenzug der Südafrikaner zum goldenen Treffer.
Die "Bafana Bafana" starteten gegen hochstehende Ägypter einen Konter. Über rechts ging es ganz schnell. Lebo Mothiba legt nach innen auf Thembinkosi Lorch, der den Ball vom Strafraumrand rechts am heranstürmenden Keeper Mohamed El-Shenawy vorbeischoss und damit zum 1:0-Endstand traf (85.).
Nun warten auf die Südafrikaner im Viertelfinale (kommenden Mittwoch um 21:00 Uhr im Liveticker auf eurosport.de) die "Super Eagles" aus Nigeria.

Der Tweet zum Spiel:

Hier zu sehen: Ägyptens "Lebensversicherung" - zumindest bis zur 85. Minute. Schlussmann El-Shenawy war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Null beim Favoriten einige Zeit auf der richtigen Seite stand. Er hielt seine Nation lange im Spiel, beim einzigen Gegentreffer war er chancenlos.

Das fiel auf: Stuart Baxters goldenes Händchen

Lorch wurde gegen Ägypten zum ersten Mal in diesem Turnier von Nationaltrainer Baxter eingesetzt - und dann auch noch von Beginn an. Das Vertrauen in den 25-jährigen Offensivmann der Orlando Pirates zahlte sich aus. Er sorgte auf der linken Außenbahn für viel Wirbel und erzielte den entscheidenden Treffer des Abends.

Die Statistik: 19

Die Südafrikaner setzten sich erstmals seit 19 Jahren in einem K.o.-Spiel durch. Damals bezwangen sie im Viertelfinale des Afrika-Cups 2000 Mitgastgeber Ghana mit 1:0. Anschließend schieden sie aufgrund einer 0:2-Pleite gegen Nigeria aus.

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