Kommentar zum Ballon d'Or-Boykott von Real Madrid: Kindisch statt königlich - Real schießt fieses Eigentor

Weil Favorit Vinicius jr. bei der Wahl des Ballon d'Or "nur" Platz zwei belegt, bleibt die Delegation von Real Madrid der Verleihung in Paris kurzerhand fern und begründet dies mit fehlendem Respekt gegenüber dem Verein. Die Königlichen reagieren wie ein beleidigtes Kind, dem man die Schaufel weggenommen hat. Mangelnden Respekt zeigt jedoch nur eine Seite und das ist Real Madrid. Ein Kommentar.

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Quelle: Perform

Ruhmreich, glamourös, und endlos erfolgreich - das ist Real Madrid. "Real"-Klubs gibt es viele in Spanien, wahrhaftig königlich ist nur der aus der Hauptstadt.
Was sich im Laufe des Montags abspielte, passt so gar nicht zum Image des Real Madrid Club de Futbol. Die Verleihung des Ballon d'Or wurde abrupt boykottiert, nachdem durchgesickert war, dass Real-Spieler Vinícius Júnior doch nicht die begehrte Trophäe erhält.
"Wenn die Kriterien für die Preisverleihung Vinícius nicht zum Sieger erklären, sollten die gleichen Kriterien Carvajal zum Sieger erklären. Da dies nicht der Fall war, ist es offensichtlich, dass der Ballon d‘Or und die UEFA Real Madrid nicht respektieren. Und Real Madrid ist nicht dort, wo sie nicht respektiert werden", ließ der Klub die Fußballwelt wissen.
Eine kindische Reaktion, die zeigt, dass Real Madrid nichts von Fairplay versteht. Statt Sieger Rodri die Ehre zu erweisen, lenken die Königlichen die Aufmerksamkeit auf sich, indem sie alberne Vorwürfe in Richtung der Veranstalter richten.
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Fotocredit: Getty Images

Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage

Die Auszeichnung des Ballon d'Or beinhaltet neben der individuellen Leistung auch den Charakter und das Fairness-Verhalten eines Spielers. Wer so unwürdig mit einem zweiten Platz umgeht, hat den ersten auch nicht verdient.
Sollte Real Madrid die Wahl tatsächlich als Niederlage empfinden, konterkariert ihr Verhalten wahre Größe im Sport. Die Königlichen haben sich durch ihren Boykott als schlechte Verlierer geoutet und ihr Markenzeichen, das weiße Trikot, beschmutzt - übrigens nicht zum ersten Mal.
2023 blieb der Klub der FIFA-Gala "The Best" fern, weil niemand aus der Real-Familie ausgezeichnet wurde. Vor den sportlichen Errungenschaften von Real Madrid kann man nur den Hut ziehen. Im respektvollen Umgang mit seinen Kontrahenten muss der königliche Klub aber noch jede Menge dazulernen.
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Quelle: Perform


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