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Klinsmann gefeuert
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Publiziert 27/04/2009 um 10:26 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München und Jürgen Klinsmann gehen ab sofort getrennte Wege. Sein Nachfolger für die restlichen fünf Bundesligaspiele wird Jupp Heynckes, der bereits am Samstag beim Heimspiel gegen Schalke auf der Tribüne der Allianz Arena gesessen hatte und nun retten soll, was noch zu retten ist.
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Trotz seines bis Sommer 2010 datierten Vertrags zogen die Bayern-Bosse die Notbremse. Bereits nach zehn Monaten Amtszeit kam damit das Aus für den 44-Jährigen.
"Wir haben uns diese Entscheidung sehr schwer gemacht,“ versicherte Karl-Heinz Rummenigge, "aber die Ergebnisse der vergangenen Wochen, die Art und Weise wie diese zustande kamen und vor allem die Situation fünf Spieltage vor Saisonende zwangen uns aus Verantwortung dem Klub gegenüber zu handeln."
Heynckes & Gerland übernehmen bis Saisonende
Nachfolger Heynckes war bereits von 1987 bis 1991 Trainer des FC Bayern. Dem 63-Jährigen steht Hermann Gerland, der Trainer der zweiten Mannschaft der Bayern, als Assistenzcoach zur Seite. "Mit Jupp Heynckes und Hermann Gerland haben wir zwei erfahrene Trainer, denen wir die Leitung der Mannschaft bis zum Saisonende übertragen", erklärte Rummenigge. Bereits am Dienstag werden die beiden das Training an der Säbener Straße leiten.
Am Sonntagvormittag hatte Klinsmann noch vor rund 1.000 Zuschauern das Training verantwortet. Doch bereits gegen Mittag trafen sich Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Karl Hopfner und diskutierten bis in den späten Abend über eine mögliche Entlassung. Auslöser war die 0:1-Schlappe am Samstag gegen Schalke 04 in der Allianz Arena. Zu plan- und konzeptlos hatten die Bayern-Stars gegen einen nicht gerade übermächtigen Gegner agiert. Dazu die Plakate mit hämischen Kommentaren ("Und ihr wollt Deutscher Meister sein“) in der Fankurve und das gellendes Pfeifkonzert brachten das Fass zum Überlaufen.
Hinzu kam das Aus im Viertelfinale des DFB-Pokals und in der Champions League sowie die gefährdete Qualifikation für die "Königsklasse" in der kommenden Saison.
Zuvor war es bereits häufig zu wiederholter Kritik am Trainer gekommen. Nach der Niederlage gegen Schalke "drohte" auch Franz Beckenbauer: "Das Heimspiel gegen Gladbach muss gewonnen werden. Sonst wird es für Jürgen eng, das weiß er auch", sagte der Bayern-Präsident kurz vor der Entlassung.
Klinsmann enttäuscht über Entlassung
Nach seiner Entlassung verabschiedete sich Jürgen Klinsmann kurz und knapp: "Natürlich bin ich im Moment sehr enttäuscht. Trotzdem möchte ich mich von Herzen beim FC Bayern München, seinen Fans, den Trainern, den Spielern und den Mitarbeitern für eine ereignisreiche Zeit bedanken. Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft. Ich glaube noch immer daran, dass die Mannschaft in dieser Saison deutscher Meister werden kann."
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