Wichniarek exklusiv

Artur Wichniarek mischt in der Torjägerliste kräftig mit. Der Stürmer von Arminia Bielefeld hat bereits sechs Treffer auf seinem Konto. Im Interview mit eurosport.yahoo.de spricht der Pole über seine Ambitionen mit der Arminia, das Duell gegen Köln und er

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In den beiden vergangenen Spielzeiten haben Sie jeweils zehn Treffer für Arminia Bielefeld erzielt. 2008/2009 haben Sie nach nur sechs Spieltagen schon mehr als die Hälfte dieser Bestmarke erreicht...
Artur Wichniarek: Das ist für mich persönlich natürlich schön. Das Wichtigste sind aber die Punkte, die die Mannschaft dadurch gesammelt hat.
Der Blick auf die Torjägerliste gefällt Ihnen aber sicherlich...
Wichniarek: Natürlich. Von mir aus kann es gerne so weitergehen. Es ist ja nicht so, dass ich pro Spiel sieben oder acht hochkarätige Chancen bekomme. Wenn ich zwei Gelegenheiten habe, muss ich die reinmachen. Insofern bin ich mit meiner bisherigen Bilanz sehr zufrieden.
Sie spielen seit 2003 in der Bundesliga. Gibt es noch eine besondere Herausforderung für den Profi Artur Wichniarek?
Wichniarek: Mein größtes Ziel ist, mit Bielefeld in der Bundesliga zu bleiben. Alles weitere wird sich ergeben.
Sie sind 31 Jahre alt, zählen also nicht mehr zu den Jungspunden in der Liga. Gibt es einen Traumverein, für den Sie gerne noch einmal auflaufen würden?
Wichniarek: Ich hatte natürlich immer den Traum einmal in der Champions League zu spielen. Die Chance darauf ist mit der Arminia natürlich gering. Ich will in dieser Saison einfach Gas geben und mit Bielefeld den Klassenverbleib schaffen - über alles andere mache ich mir momentan keine Gedanken.
Haben Sie schon Pläne, was Sie nach Ihrer Profi-Karriere machen wollen?
Wichniarek: Zuerst mal hoffe ich, dass ich noch vier bis fünf Jahre spielen kann. Dann mache ich mir konkrete Gedanken, was ich nach dem Fußball machen könnte. Eines ist jedoch sicher: Trainer werde ich nicht.
Warum nicht?
Wichniarek: Ich weiß nicht...ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen. Das wäre mir zu viel Stress.
An Ihre Zeit in Berlin haben Sie ja nicht die besten Erinnerungen. Was läuft in Bielefeld für Sie persönlich besser?
Wichniarek: Bei der Arminia ist das Spielsystem schon ein ganz anderes. Damals bei der Hertha war ich eine von drei Spitzen, in Bielefeld bin ich einer von zwei Angreifern. Das liegt mir einfach mehr. Alles andere ist für mich abgehakt, ich befasse mich nicht mehr mit der Vergangenheit.
Die Arminia galt vor Saisonbeginn für viele als "Top-Anwärter" auf einen Abstiegsplatz. Wie gehen Sie mit der Stigmatisierung "Abstiegskandidat" um?
Wichniarek: In der Presse wird viel geschrieben. Es ist klar, dass die Zeitungen ihre Blätter verkaufen müssen und deswegen viel Kritik üben. Wir sehen das ganz gelassen. Klar ist, dass die Mannschaft mit jedem überzogenen Artikel, der veröffentlicht wird, noch enger zusammenrückt. Frontzeck macht eine hervorragende Arbeit und hat uns sehr gut auf die Saison vorbereitet. Ich denke, dass wir das nach und nach auch auf dem Platz zeigen.
Ihr letzter Auftritt für die polnische Nationalmannschaft liegt inzwischen über fünf Jahre zurück. Ist die Nationalelf noch ein Thema für Sie?
Wichniarek: Es ist schade, dass ich trotz meiner Tore in den letzten zwei Jahren keine Einladung bekommen habe. Grundsätzlich habe ich mir das alles anders vorgestellt. Aber unter Leo Beenhakker werde ich mit Sicherheit nicht mehr für Polen spielen. Das Thema ist für mich erledigt.
Haben Sie Kontakt zu den polnischen Nationalspielern in der Bundesliga?
Wichniarek: Ja, es gibt schon Kontakte, aber jeder von uns macht sein eigenes Ding und konzentriert sich auf die Aufgaben mit seiner Mannschaft.
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