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BVB: Ein Lichtblick namens Aubameyang
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Publiziert 07/10/2014 um 17:18 GMT+2 Uhr
Von Borussia Dortmund gibt es nur wenig Positives zu vermelden. Die andauernde Sieglosigkeit in der Bundesliga, die lange Verletztenliste (neuestes Mitglied: Marcel Schmelzer). Nicht die Bayern, sondern der BVB tut sich nach der Weltmeisterschaft in Brasilien schwer. Immerhin auf einen kann sich Jürgen Klopp verlassen - und das ist Pierre-Emerick Aubameyang.
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Der 25-Jährige ist wohl der konstanteste Spieler der vergangenen schwachen Spiele. "Ich habe im Sommer lang pausieren können und ich konnte den Akku wieder aufladen. Danach konnte ich die ganze Vorbereitung mitmachen", sagt Aubameyang in einem Interview mit "bundesliga.de". "Nun fühle ich mich in bester Verfassung."
Damit ist er eine Ausnahme im von Verletzungen ausgedünnten Kader von Trainer Jürgen Klopp. Schmelzer, Kirch, Blaszczykowski, Sahin, Gündogan, Mkhitaryan und Reus. Fünf potenzielle Stammspieler fehlen Klopp und nach sieben Partien in 22 Tagen macht sich die dünne Personaldecke zunehmend bemerkbar.
Schwierigkeiten gegen defensive Gegner
So geschehen gegen den HSV, der mit einer sehr defensiven Taktik nicht nur das gefährliche Umschaltspiel der Dortmunder einschränkte, sondern kaum Raum zur kreativen Entfaltung ließ. Dieses Problem hat auch Mats Hummels erkannt.
"Wir tun uns schwer gegen die gut verteidigenden Mannschaften", erklärte Hummels im "kicker", "und machen vor jedem Tor einen großen individuellen Fehler." Bestes Beispiel: das 0:1 des HSV, eingeleitet durch einen Fehlpass von Adrian Ramos.
Doch die Misere im Verein nur auf die Verletzten zu schieben, wäre zu einfach. "Ein Klub wie Borussia Dortmund hat nicht das Recht, sich hinter Ausreden zu verstecken", erklärt Aubameyang. "Es ist uns bewusst und auch wenn wir viele Probleme haben, müssen wir damit umgehen." Nicht zuletzt da der Verein im Sommer erneut rund 50 Millionen Euro investierte.
Abgang von Lewandowski trifft BVB hart
Aubameyang sieht in der durch die WM gestörten Vorbereitung ein Teil des Problems: "Die meisten unserer Spieler waren erst in Brasilien, danach im Urlaub und sind wieder in den Spielbetrieb oder ohne große Vorbereitung eingestiegen", sagt er. "Sofort waren wir im Drei-Tages-Spielplan und konnten uns so bei den Trainingseinheiten nicht wirklich einspielen."
Und auch wenn es kein Dortmunder zugeben möchte: Der Abgang von Robert Lewandowski trifft den Verein in Zeiten wie diesen besonders hart. Die Effizienz vor dem Tor hat stark nachgelassen, Ramos und Immobile brauchen zu viele Chancen. Dazu kommt, dass beide den Ball mit dem Rücken zum Tor bei weitem nicht so gut halten können, wie das einst Lewandowski gelang. Das schnelle Aufrücken wird so eingeschränkt und macht anfällig für Ballverluste und Konter.
Rückkehr einiger Stammspieler macht Mut
"Wir sollten kompakter auftreten und eine bessere Balance zwischen Abwehr und Angriff finden", meint Aubameyang. Dennoch macht er sich um den weiteren Verlauf der Saison keine Sorgen: "Wir haben in der CL bewiesen, was wir leisten können. Dann kommen unsere Stammkräfte langsam zurück, der Trainer wird dann mehr Möglichkeiten haben."
Das ist für Jürgen Klopp und die Fans neben dem gut aufgelegten Aubameyang wohl der einzige Lichtblick am BVB-Horizont. Gegen Köln am 18. Oktober rechnet Klopp mit der Rückkehr von gleich drei Stammspielern. Marco Reus und Ilkay Gündogan sollen ebenso die Mannschaft verstärken wie Henrikh Mkhitaryan. Der Armenier ist bereits wieder in das Training eingestiegen – immerhin eine weitere positive Nachricht.
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