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Di Matteo: Zweifel an Arbeit
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Publiziert 07/10/2014 um 23:11 GMT+2 Uhr
Die Verpflichtung von Roberto Di Matteo als neuer Cheftrainer des FC Schalke 04 hat nicht nur in Deutschland für Verwunderung gesorgt. Auch in England ist man sich nicht sicher, ob der ehemalige Chelsea-Coach Di Matteo sich als Glücksgriff für die "Königsblauen" entpuppen wird. "Wie gut er als Trainer wirklich ist, lässt sich nur schwer sagen", erklärt der englische Eurosport-Journalist Tom Adams.
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Fotocredit: Eurosport
Die Entlassung von Trainer Jens Keller auf Schalke war keine allzu große Überraschung.
Nicht zum ersten Mal stand Keller in der Kritik, nicht zum ersten Mal spielte seine Mannschaft schwach. Und nicht zum ersten Mal schien er sich und seinen Job dank des Derby-Erfolges gegen Dortmund gerettet zu haben.
Doch der Rückfall in Hoffenheim war dieses Mal schlicht zu viel.
Verwunderung über Schalke-Wahl
Kellers Abschied war demzufolge nur eine Frage der Zeit. Mit größerer Verwunderung wurde jedoch die Verpflichtung Roberto Di Matteos als Nachfolger von Keller aufgenommen. Di Matteo erlangte zwar durch seinen Sieg im Champions-League-Finale 2012 mit dem FC Chelsea gegen den FC Bayern große Bekanntheit in Deutschland, dennoch ist er als Trainer noch immer schwer einzuschätzen.
Auch für die Eurosport-Kollegen in England kam dieser - durchaus mutige - Schritt der Schalker überraschend. Schließlich weist Di Matteo weder eine besonders lange, noch eine besonders erfolgreiche Cheftrainer-Karriere auf - mit Ausnahme des Gewinns der "Königsklasse" und des FA Cups mit Chelsea in der Saison 2011/2012.
"Di Matteo für den Erfolg verantwortlich?
Und selbst bei diesen Triumphen stellt Eurosport-Kollege Adams den Beitrag Di Matteos in Frage: "War er wirklich für den Erfolg verantwortlich? Viele glauben: Nein! Die meisten glauben, dass es vor allem ein Triumph der erfahrenen Spieler wie Cole, Lampard, Drogba und Cech war", erklärt Adams. "Di Matteo hat nach der Entlassung von Andre Villas-Boas einfach ein gutes Arbeitsumfeld geschaffen."
Mit Spielwitz punktete Di Matteos Team damals auf jeden Fall nicht. Der unansehnliche und sehr defensive Stil rief viel Kritik hervor, nicht nur bei den im Finale unterlegenen Bayern. Schlussendlich war Di Matteo ganze acht Monate Trainer des FC Chelsea (März bis November 2012), eher er wegen Erfolglosigkeit entlassen wurde.
"Er hat in der neuen Spielzeit versucht, einen neuen, attraktiven Fußball bei Chelsea einzuführen. Doch damit verlor die Mannschaft ihre wahre Stärke", erklärt Adams den Abstieg des Trainers.
Mancini gratuliert Schalke
Es bleiben also viele Zweifel hinsichtlich des Trainertalents von Di Matteo. So ist man sich auch in England nicht sicher, ob er tatsächlich der richtige Coach für Schalke 04 ist. "Ich glaube, es ist ein riskantes Spiel. Er ist ohne Zweifel ein angenehmer, intelligenter Mann. Aber wie gut er als Trainer wirklich ist, lässt sich schwer sagen."
Prominente Glückwünsche erhielten die Schalker dagegen aus Italien. Roberto Mancini erklärte: "Ich denke, er ist eine gute Wahl für Schalke. In England standen wir uns als Trainer gegenüber. Er hat dort einen guten Job gemacht", sagte Mancini.
Ob sich die Verpflichtung Di Matteos tatsächlich als Glücksgriff erweist, wird sich zeigen. Dass das Umfeld auf Schalke ein schwieriges ist, dürfte ihm bekannt sein. Doch zumindest damit hat der Schweizer ja genügend Erfahrung.
Videos zur Lage auf Schalke:
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