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Mindestziel für Hannover: "Nicht verlieren"
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Publiziert 30/04/2015 um 14:31 GMT+2 Uhr
Noch ohne Sieg in der Rückrunde und im Niedersachsen-Derby beim Pokalfinalisten VfL Wolfsburg auch ohne den gelbgesperrten Kapitän Lars Stindl - bei Hannover 96 wird die Abstiegsangst immer größer.
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Der gemeinsame TV-Abend im "Kokenhof" von Präsident Martin Kind war für die Profis von Hannover 96 eher ernüchternd denn spannend. Zu überlegen war der VfL Wolfsburg beim 4:0-Pokalsieg bei Arminia Bielefeld. Schwer vorstellbar, dass die "Roten" nun ausgerechnet im Niedersachsen-Derby am Samstag (15.30 Uhr im Ticker) in der Volkswagen-Arena den ersten Rückrundensieg und damit einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf landen.
"Wolfsburg hat eine gewachsene Mannschaft, es macht Spaß, ihr zuzuschauen. Aber wir werden versuchen, ihr den Spaß zu verderben", sagte 96-Interimscoach Michael Frontzeck am Donnerstag. Sportdirektor Dirk Dufner setzt darauf, "dass man bei schweren Aufgaben ja auch über sich hinauswachsen kann."
Statistik spricht gegen Hannover
Eher bescheiden sind auch die Hoffnungen und Erwartungen bei Kind. "Mindestziel ist, nicht zu verlieren", sagte der Klubboss vorsichtig. Fatal für seine Gäste am Mittwoch, dass ausgerechnet in der wohl schwierigsten Partie des Restprogramms Führungsspieler Lars Stindl pausieren muss. Der Mannschaftskapitän sitzt in Wolfsburg gegen den Pokalfinalisten eine Gelbsperre ab.
Und auch die Statistik verspricht Hannover nichts Gutes, wenn nicht bald der erste Erfolg in diesem Kalenderjahr eingefahren wird, bislang blieb man in 13 Partien ohne Sieg. Nur Borussia Dortmund überstand bisher eine Serie von 14 Begegnungen ohne Erfolg am Stück in einer Rückserie schadlos, 15 Spiele ohne Sieg musste bislang jedes Bundesliga-Team mit dem Abstieg bezahlen.
Auf gute Erinnerungen setzen
Doch daran mag Frontzeck noch gar nicht denken. "Es geht darum, Blockaden in den Köpfen zu brechen. Der erste Schritt dazu war die tolle Stimmung vor einer Woche in unserem Stadion", sagte der 51-Jährige. Wirklich lehrreich sei der gemeinsame Pokalabend ohnehin nicht gewesen, "denn Auswärts- und Heimspiele kann man nur schwer miteinander vergleichen."
Sollte indes die sportliche Talfahrt anhalten, wird man bei "96" eine allerletzte Trumpfkarte ziehen und, dem Beispiel von Schalke 04 folgend, in der kommenden Woche ein dreitägiges Trainingslager im Sporthotel Klosterpforte in Marienfeld absolvieren. Frontzeck: "Die Mannschaft hat daran gute Erinnerungen."
In der Tat: Vor exakt einem Jahr zeigte ein solcher Blitztrip tatsächlich Wirkung. Unter Ex-Coach Tayfun Korkut ging nach der 0:3-Pleite im Prestigederby bei Eintracht Braunschweig kein Spiel mehr verloren, am Ende stand die Rettung und ein zehnter Tabellenplatz. Diesmal wäre man an der Leine schon mit der Verteidigung des aktuellen Rang 15 mehr als zufrieden...
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