Rolfes träumt noch von einem Titel

Der Held des Tages war gewohnt bescheiden. "Ich bin froh, dass ich nach langer Zeit mal wieder ein entscheidendes Tor schießen konnte, aber wichtiger ist, dass wir als Mannschaft im Kampf um einen Champions-League-Platz wieder Boden gut machen konnten", sagte Bayer Leverkusens Matchwinner Simon Rolfes nach dem Abpfiff mit seinem gewohnt spitzbübischen Lächeln.

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Der Bayer-Kapitän hatte mit seinem Treffer zum 1:0 (1:0) in der 33. Minute die Begegnung gegen Abstiegskandidat SC Freiburg entschieden und so der Werkself nach zuletzt drei Bundesliga-Spielen ohne Sieg mal wieder zu einem Erfolgserlebnis verholfen.
Für den 26-maligen Nationalspieler war es sein erster Liga-Treffer seit elf Monaten. Zudem war er mit 11,6 Kilometer laufstärkster Akteur seiner Mannschaft und gewann zudem 54 Prozent seiner Zweikämpfe. "Er will auf allerhöchstem Niveau aufhören. Und er hat heute gezeigt, dass er auf dem besten Weg dahin ist. Er ist für uns nach wie vor ein ganz wichtiger Spieler", lobte Bayer-Trainer Roger Schmidt seinen Spielführer, der am Saisonende seine Karriere beenden wird. Rolfes, der nur wegen einer kurzfristigen Verletzung von Gonzalo Castro in die Startelf gerückt war, hat in seinen letzten Monaten als Fußballprofi noch eine Menge vor.
Traum vom Pokalfinale
"Mein Traum ist es, am 30. Mai im Berliner Olympiastadion das Pokalfinale zu bestreiten", erzählte er frank und frei. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, muss Bayer aber zunächst mal das Achtelfinale am Dienstag (19.00 Uhr im Liveticker) gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern erfolgreich gestalten. "Das wird erneut eine schwierige Aufgabe", sagte Rolfes angesichts der Tatsache, dass die Roten Teufel in der vergangegen Saison in der BayArena Leverkusen im Viertelfinale (1:0 n.V.) aus dem Wettbewerb geworfen hatten: "Da haben wir noch etwas gutzumachen."
Dass Bayer auch in der Champions League noch im Rennen ist und rein theoretisch auch das Finale der Königsklasse im Berliner Olympiastadion als Krönung seiner Laufbahn am 6. Juni machbar ist, ist Rolfes ebenso bewusst. Aber davon will er zurzeit noch nichts wissen. "Das ist mir derzeit zu rosa-rot gemalt. Wenn wir das Halbfinale erreichen, kann ich mich damit immer noch beschäftigen. Noch träume ich aber nicht davon. Denn erst müssen wir mal im Achtelfinal-Rückspiel bei Atlético Madrid bestehen."
Video: Schmidt: "Haben es genau richtig gemacht"
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