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Wolfsburgs Kevin De Bruyne widmet seine Auszeichnung zum Fußballer des Jahres Junior Malanda
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Publiziert 27/07/2015 um 12:53 GMT+2 Uhr
So überlegen wie Kevin De Bruyne wurde schon lange kein Profi mehr Fußballer des Jahres. Der Wolfsburger Superstar sammelte 367 von 814 gültigen Stimmen, aber selbst nach der größten individuellen Auszeichnung seiner Karriere dachte er nur an eins: Seinen verstorbenen Freund Junior Malanda. De Bruyne widmete den Titel seinem toten Mitspieler, der am 10. Januar bei einem Autounfall ums Leben kam.
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Es fällt Kevin De Bruyne noch immer schwer, über den tragischen Verlust zu sprechen. "Er war mein kleiner Bruder, das ist immer noch schwer“; sagte er in einem "kicker“-Interview.
Der 24-Jährige ist keiner dieser lauten Profis, die sich regelmäßig mit großen Sprüchen, dicken Autos, teurem Schmuck oder Tätowierungen selbst inszenieren - weder auf dem Platz, noch daneben. Der selbstlose Leitwolf legt auch lieber Treffer auf, als dass er selber Tore schießt. Seine Bilanz in der vergangenen Saison: 21 Assists und zehn Tore - damit war er Topscorer der Bundesliga und DER Schlüsselspieler des VfL Wolfsburg.
Auch beim 3:1-Sieg im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund überzeugte De Bruyne als bester Mann auf dem Platz und sprach nur Sekunden nach dem Abpfiff mit Tränen in den Augen über seinen toten Freund: "Wir wollten das Spiel für Junior gewinnen."
Malanda zu Ehren trugen die VfL-Akteure im Endspiel ein grünes Herz mit seiner Rückennummer 19 auf dem Trikot. De Bruyne küsste das Herz nach seinem Tor zum 2:1.
Malanda allgegenwärtig
"Dieses Unglück hat gezeigt, wie schnell etwas passieren kann im Leben. Deswegen muss man immer aufpassen“, sagte De Bruyne jetzt in einem "kicker“-Interview. "Wir haben Junior den DFB-Pokal gewidmet, auch meine Trophäe für den Fußballer des Jahres ist für ihn.“
Eine halbe Stunde vor dem tragischen Unfall hatten die beiden noch Kontakt.
Die Rückkehr in den Fußball-Alltag war brutal. Auch fast sieben Monate nach dem tragischen Unfall ist der Schicksalsschlag allgegenwärtig. Die beiden Freunde hatten viel gemeinsam - zum Beispiel den Ehrgeiz, den eigenen hohen Erwartungen so oft wie möglich gerecht zu werden.
"Ich hoffe, dass es noch besser geht“, betonte De Bruyne im "kicker“.
Am Samstag geht es im Supercup gegen den FC Bayern um den nächsten Titel für De Bruyne. Auch den will er - im Falle eines Erfolgs - Junior Malanada widmen.
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