Bayer Leverkusen hat auch im vierten Vorbereitungsspiel gegen RB Salzburg nicht gewonnen

Vier Testspiele, kein Sieg: Für Bayer Leverkusen läuft die Vorbereitung auf die kommende Saison noch nicht rund. Noch bleiben die Verantwortlichen gelassen. "Es war ein gerechtes Unentschieden. Wir haben wieder viele wichtige Erkenntnisse sammeln können", sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt relativ entspannt nach dem 1:1 (0:1) bei seinem früheren Klub RB Salzburg.

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Auch Sportchef Rudi Völler bleibt noch ruhig. "Das war ein guter Test für unsere Mannschaft, uns wird eben nichts geschenkt", sagte der Weltmeister von 1990. Dass es bei Bayer aber noch an allen Ecken und Enden hakt, ist auch Völler nicht entgangen. Gegen den österreichischen Doublesieger sah Völler immerhin eine Steigerung gegenüber den vorangegangenen drei Testspielen gegen den Schweizer Meister FC Basel (1:2), dem Regionalligisten Viktoria Köln (1:1) und dem SG Sonnenhof-Großaspach (0:1).
Trotz dieser Ergebnisse sieht Völler keinen Grund, für die neue Saison tiefzustapeln. "Die Mannschaft hat sich auf einigen Positionen verändert, aber die Basis ist die Gleiche geblieben. Das System steht und wird durchgezogen. Und auch die Ziele sind die gleichen: Wir kämpfen in der Gruppe hinter den Bayern mit direkten Konkurrenten wie Wolfsburg und Gladbach, aber wahrscheinlich auch wieder mit Borussia Dortmund und Schalke um die Champions-League-Qualifikation", sagte der 55-Jährige dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Zuvor will sich der Tabellenvierte der Vorsaison aber erneut für die Königsklasse qualifizieren, was kein Zuckerschlecken wird. Denn in Schachtjor Donezk, Ajax Amsterdam, AS Monaco, Lazio Rom mit Miroslav Klose, Sporting Lissabon, FC Brügge, Fenerbahce Istanbul, Panathinaikos Athen und ZSKA Moskau warten durchaus Hochkaräter auf Bayer. "Wir werden das schaffen", sagt aber Coach Schmidt, der zu Beginn der Saisonvorbereitung überhaupt nicht zufrieden mit dem Leistungen seiner Profis war.
"Ich erwarte, dass wir an uns selbst einen hohen Anspruch legen. Die Vorbereitung ist wichtig, später haben wir wegen der vielen Spiele relativ wenig Zeit, um intensiv zu trainieren. Deshalb dürfen wir die Tage nicht verstreichen lassen", so der Bayer-Coach nach dem schleppenden Start. Damit Bayer auch 2015/16 diesem Anspruch gerecht wird, suchen Völler und Manager Jonas Boldt noch nach weiteren Verstärkungen. Denn nach dem Karriereende von Simon Rolfes und den Abgängen von Gonzalo Castro, Stefan Reinartz und Josip Drmic sowie der Suspendierung von Abwehrchef Emir Spahic besteht noch Handlungsbedarf.
Die Zugänge Christoph Kramer, Admir Mehmedi, André Ramalho und Jonathan Tah bürgen zwar für eine gewisse Qualität, aber Völler will noch nachlegen: "Wir sind und bleiben da ganz entspannt. Auf einer, vielleicht sogar auf zwei Positionen werden wir noch was tun – ganz sicher im Mittelfeld, eventuell auch vorne." Angeblich ist auch Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi im Gespräch.
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