Vier Spiele, vier Niederlagen, 2:11 Tore, letzter Platz - nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte fand Sportdirektor Max Eberl deutliche Worte. Kindlich und ängstlich habe man sich angestellt, so Eberl: "Das war ein Schlag ins Gesicht, es war einfach enttäuschend. Jetzt haben wir Champions League und können uns gar nicht drauf freuen."
Die Leichtigkeit der vergangenen Saison ist endgültig dahin. Gegen den HSV erspielten sich die Gladbacher keine klare Torchance, die Abwehr wackelte nicht nur bei den Gegentoren durch Pierre-Michel Lasogga (11. und 44.) und Nicolai Müller (52.) bedenklich. Schon nach vier Begegnungen hat die Borussia ein Gegentor mehr kassiert als in allen 17 Spielen der Rückrunde. "Alle drei Gegentreffer waren eigentlich keine Chancen, sondern Fehler von Blackouts von uns", sagte Favre, der erstmals als Coach der Gladbacher saisonübergreifend fünf Bundesligaspiele in Folge verlor.
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Suche nach passendem Personal und System

Die personellen Umstellungen des Schweizers fruchteten gegen einen solide spielenden HSV nicht, die Mannschaft war nach dem Fehlstart völlig verunsichert und übernervös. Tony Jantschke und Lars Stindl wurden im vierten Spiel zum dritten Mal auf einer anderen Position eingesetzt. Ein Indiz, dass Tüftler Favre noch auf der Suche nach dem passenden Personal und System ist. "Wir haben etwas ausprobiert, weil wir nicht viele Lösungen haben", stellte der Schweizer frustriert fest und warf seinen Spielern vor, "sich defensiv und offensiv falsch zu bewegen".
Stratege Granit Xhaka (gesperrt) wurde gegen Hamburg ebenso schmerzlich vermisst wie Nationalspieler Patrick Herrmann (verletzt). Am Samstag folgte der nächste Schock. Kapitän Martin Stranzl zog sich bei seinem Comeback nach über fünfmonatiger Verletzungspause gegen den HSV einen Bruch des Augenhöhlenbodens zu und fällt erneut sechs bis acht Wochen aus.

Weitere Rückschläge drohen

Ausgerechnet in dieser schwierigen Phase steht der erste Auftritt in der Champions League an. Für Eberl beginnt damit "eine gnadenlose Zeit, in der wir alle drei Tage ein Spiel haben". Statt die Defizite im Training abzustellen und an der Taktik zu arbeiten, ist der fünfmalige deutsche Meister in den englischen Wochen gefordert. Weitere Rückschläge drohen. "Es kommen harte Wochen auf uns zu", stellte André Hahn fest, Havard Nordtveit sprach "von einer schweren Zeit".
Ein Blick auf die vergangene Saison macht zudem wenig Mut: Erst im zehnten Anlauf nach einem Europa-League-Spiel gelang in der Liga ein Sieg. Ihre bemerkenswerte Erfolgsserie starteten die Gladbacher erst, als sie sich von Europas Bühne gegen Sevilla verabschiedet hatten. So lange darf man in dieser Saison nicht warten. "Wir müssen jetzt unseren Mann stehen", forderte Eberl: "Es gilt, unsere Stabilität wiederzufinden, die uns in der Vergangenheit so stark gemacht hat. Am besten fangen wir schon in Sevilla damit an."
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