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Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg: Bundesligist mit breiter Brust ins Relegations-Hinspiel
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Publiziert 16/05/2016 um 13:08 GMT+2 Uhr
Eintracht Frankfurt gibt sich vor dem Hinspiel der Relegation am Donnerstag (ab 20:30 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) um den Klassenerhalt beziehungsweise Aufstieg in die erste Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg selbstbewusst. Der Bundesligist will den Heimvorteil nutzen, mental bereit sein und baut vor allem auch auf seinen genesenen Hoffnungsträger, der sogar von Beginn an spielen könnte.
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Die Verantwortlichen der Frankfurter Arena haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Auf der überdimensionalen Werbetafel vor dem Stadion wird immer noch das letzte Punktspiel der Eintracht am 7. Mai gegen Borussia Dortmund angekündigt. Dabei ist der Bundesliga-Drittletzte längst im Relegations-Modus. Im Hinspiel am Donnerstag gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg (ab 20:30 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) soll der Grundstein zum "Hattrick" gelegt werden.
Schließlich ist die Eintracht aus ihren zwei bisherigen Auftritten in der Relegation (1984 gegen den MSV Duisburg und 1989 gegen den 1. FC Saarbrücken) auch schon als Sieger hervorgegangen. Das Dumme daran ist allerdings, dass dies auch für Nürnberg (2009 gegen Energie Cottbus und 2010 gegen den FC Augsburg) gilt. Eine Serie wird reißen - und das soll nach dem Willen der Hessen die der Franken sein.
"Wir haben zwei Endspiele gegen eine Mannschaft, die unbedingt in die erste Liga will", sagte Coach Niko Kovac nach dem einstündigen Training am Montag mit Blick auf das bereits ausverkaufte Hinspiel (51.500 Zuschauer): "Aber wir werden vorbereitet sein. Wir wollen einen Sieg."
Mentale Stärke gefragt
"Wir haben schon vier Endspiele gehabt, jetzt sind es halt noch zwei mehr. Ich bin zu 100 Prozent sicher, dass wir drin bleiben", sagte Torhüter Lukas Hradecky vor dem bereits ausverkauften Hinspiel (51.500 Zuschauer). Der finnische Nationalspieler hat das unglückliche 0:1 (0:0) des hessischen Traditionsklubs im letzten Ligaspiel bei Werder Bremen über Pfingsten bereits verarbeitet - obwohl ein Remis zur Rettung gereicht hätte.
Der Keeper stellt klar:
Auch Sportchef Bruno Hübner ist davon überzeugt, dass sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovac ("Wir sind kurz hingefallen, jetzt müssen wir uns schütteln und aufstehen") vom späten Gegentor in Bremen zwei Minuten vor Schluss schon wieder erholt hat. "Wir haben den Zeiger auf Null gestellt", sagte der Manager, und setzte Gerede über den drohenden fünften Abstieg auf den Index:
Der große Hoffnungsträger
Und da kommt Alexander Meier ins Spiel. Der lange verletzte Torjäger, der in Bremen bereits wieder auf der Ersatzbank saß, ist der große Hoffnungsträger des einmaligen Meisters und viermaligen Pokalsiegers.
Hübner setzte die "Drohkulisse" eines Meier-Einsatzes jedenfalls schon geschickt ein. Der Sportchef sagte:
Der Mannschaft helfen soll auch "Chefscout" Heribert Bruchhagen. Der scheidende Vorstandsboss beobachtete die Nürnberger am Sonntag in ihrem letzten Zweitliga-Spiel beim SC Paderborn (1:0) vor Ort, während alle anderen TV schauten. "Mit der richtigen Einstellung werden wir gegen Nürnberg unser Ziel erreichen" sagte Bruchhagen, der unter keinen Umständen einen Zweitligisten an seinen designierten Nachfolger Fredi Bobic übergeben möchte.
Alles soll also so laufen wie 1999. Damals schickte die Eintracht den Club im Fernduell dank des Übersteiger-Treffers von Jan Åge Fjørtoft gegen den 1. FC Kaiserslautern (5:1) in die 2. Liga. Seit dem sind allerdings die Fangruppen verfeindet. Deshalb gelten beide Partien (Rückspiel am Montag in Nürnberg) als Risiko-Spiele.
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