Jaroslav Drobny rechnet mit den HSV-Bossen ab: "Keiner hatte die Eier"

Jaroslav Drobny muss den Hamburger SV zum Saisonende verlassen. Eine mögliche Option zur Verlängerung wird der Klub nicht ziehen, der Vertrag des Torhüters läuft damit einfach aus. Der 36-Jährige hat kein Problem damit, dass der HSV in Zukunft mit einem jüngeren Keeper arbeiten möchte, wohl aber mit der Informationspolitik der Bosse. Denn die, so Drobny, hätten ihn in ihre Pläne nicht eingeweiht.

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"Ich saß vergangene Woche vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Stunde mit Beiersdorfer und auch allein mit Labbadia zusammen - aber keiner hat mir gesagt, dass ich gehen soll, obwohl es intern alle wussten", sagte Drobny der "Sport Bild".
Für den Torhüter ist es verständlich, dass der Verein sich mit einem jüngeren Torhüter für die Zukunft aufstellen möchte - "aber warum sagen sie mir das nicht einfach?", fragt sich der siebenmalige Nationalspieler. So lässt der Tscheche kein gutes Haar an der Hamburger Vereinsführung.
Der Wutausbruch hatte prompt Folgen - Drogby verzichtet auf einen Einsatz beim FC Augsburg am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker). Drobny, dessen im Sommer auslaufender Vertrag beim HSV nach sechs Jahren nicht verlängert wird, habe laut Trainer Bruno Labbadia nicht "die Spannung", um aufzulaufen.
"Drobo hat einen Kodex verletzt, den wir bislang gut gelebt haben. Keiner greift den anderen an", sagte Labbadia bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Man werde "nie jemanden zwingen, für den HSV zu spielen". Für Drobny wird in Augsburg Tom Mickel aus dem Regionalliga-Team der Hanseaten im Hamburger Kasten stehen. Stammkeeper René Adler ist noch verletzt.
Drobny geht also im Zorn - allerdings nur im Zorn mit der Vereinsführung, die Fans und den Klub wird er immer im Herzen tragen.
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