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Nach Sieg gegen Eintracht Frankfurt: 1899 Hoffenheim vor der Rettung
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Publiziert 17/04/2016 um 17:49 GMT+2 Uhr
Auf dem Weg in die Kabine verneigte sich Dietmar Hopp vor den höheren Mächten. "Wir haben uns ein bisschen von unten abgesetzt - Gott sei Dank", sagte der Mehrheitseigner von 1899 Hoffenheim nach dem 2:1 (1:1) gegen Hertha BSC, und faltete die Hände gen Himmel: "Aber das war es noch nicht. Wir brauchen noch einen Sieg aus den restlichen vier Spielen - dann müsste es reichen."
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Doch nicht nur der wichtige Dreier im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga beschäftigte den Milliardär, der den Profis in der Umkleide sein gewohntes "Zickezacke" entgegenschmetterte. Auch die Schmähgesänge der Berliner Fans gegen ihn und sein finanzielles Engagement bei der TSG ließen Hopp nicht kalt.
Den Sieg über die Hertha, die unter anderem von den 61 Millionen Euro ihres US-Investors KKR lebt, empfand der 75-Jährige deshalb als besondere Genugtuung: "Das war die richtige Antwort. Die werden von einem Hedgefonds finanziert."
Gefräßig wie die Heuschrecken sind allerdings auch die Hoffenheimer - was die Punkte-Ausbeute unter ihrem Trainer-Novizen Julian Nagelsmann angeht. 20 Zähler in 10 Spielen holten die Kraichgauer mit dem jüngsten Bundesliga-Cheftrainer an der Seitenlinie.
Nur Guardiola besser als Nagelsmann
Nur Pep Guardiola hat von den aktuellen Trainern einen noch besseren Punkteschnitt als Nagelsmann, dessen Klub bei seinem Dienstantritt punktgleich mit Schlusslicht Hannover 96 auf dem vorletzten Platz rangierte. Mittlerweile hat Hoffenheim 13 Zähler mehr als die Niedersachsen auf dem Konto.
Von einer bereits gelungenen Rettungsmission will Nagelsmann aber nichts wissen - obwohl die TSG sieben Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz liegt. "Es bleibt schön kuschelig unten", sagte der Nachfolger von Huub Stevens, der immer noch nicht das Gefühl einer Heim-Niederlage kennt (vier Siege, ein Remis).
Hoffenheim bleibt cool
Gegen die Hertha ließen sich die Hoffenheimer auch von einem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem Gegentor durch Niklas Stark (25.) drehten Fabian Schär mit seinem ersten Bundesliga-Tor (33.) und Mark Uth mit seinem sechsten Saisontreffer (86.) die Begegnung vor 27.745 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena.
"Es ist trotzdem noch ein enges Ding", sagte Nationalspieler Kevin Volland mit Blick auf die drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz: "Wir wollen es schließlich direkt schaffen." Daran zweifelt im Umfeld der Kraichgauer kaum noch jemand. Sportchef Alexander Rosen zog es deshalb vor, sich vor der Leistung Nagelsmanns anstatt vor Gott zu verneigen: "Fast alle Spieler haben sich unter ihm in ihrem Niveau gesteigert."
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