Sidney Sam darf beim FC Schalke 04 bleiben und will dort an seine starke Form von einst anknüpfen

Vom Hoffnungsträger zur persona non grata und zurück. Sidney Sam hat turbulente anderthalb Jahre hinter sich. Nach seinem beschlossenen Abschied aus Schalke darf er nun doch bei den "Knappen" bleiben. Der Druck auf den 27-Jährigen ist aber kein Deut geringer.

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Fotocredit: Eurosport

Am 11. Mai lief die Meldung über den Agentur-Ticker.
Nach nicht mal einem Jahr schien es das Ende für Sam bei "Königsblau" gewesen zu sein, nach nur elf Bundesligaspielen und diversen Verletzungen.
Die Gründe? - Horst Held damals:
Eine Chance auf Begnadigung und Rückkehr? - "Es geht nicht weiter", so Heldt.
In der Sommerpause sollte es daher zu Eintracht Frankfurt gehen. Zumindest schien ein Leihgeschäft so gut wie sicher, doch Sam bestand den obligatorischen Medizincheck nicht. Erhöhte Nierenwerte und Blut im Urin. Kurz darauf wurde Sam gesundgeschrieben, denn ein Nierenleiden konnte nicht festgestellt werden und das Blut im Urin war nur eine temporäre Erscheinung. Doch die Eintracht nahm Abstand von der Verpflichtung.
Und dann, am 22. Juli, kam die plötzliche Kehrtwende in diesem brisanten Fall:
Vom Jungspund zum Nationalspieler
Sidney Sam ist also wieder Teil des Kaders von Schalke 04. Er bekommt eine zweite Chance, das Abenteuer Königsblau vielleicht doch noch zu einer Erfolgsstory zu machen. Denn schließlich hörten sich die Aussagen von Horst Heldt vor 18 Monaten noch ganz anders an. Im Januar 2014 wurde der Wechsel des fünfmaligen deutschen Nationalspieler von Bayer Leverkusen zum FC Schalke verkündet, Heldt wurde mit den Worten zitiert:
Und tatsächlich, in Leverkusen hatte sich Sam vom Jungspund zum Nationalspieler entwickelt. 24 Tore und 18 Vorlagen in vier Jahren sind durchaus gute Werte, zudem brachte Sam mit seiner dynamischen Spielweise Tempo und Belebung in die Leverkusener Offensivabteilung.
Sieben Verletzungen in zwölf Monaten
Doch es gibt eben auch diese andere Seite in Sidney Sams Akte: Nur in seiner ersten Saison bei Bayer kam der 27-Jährige auf 30 Spiele, sonst waren 22 Ligaauftritte das Maximum. Immer wieder musste Sam aufgrund muskulärer Probleme aussetzen. Allein in der vergangenen Spielzeit wurden sieben (!) Verletzungen diagnostiziert, weshalb es Sam nur auf elf Ligaspiele brachte.
Und auch die Absage von Eintracht Frankfurt hatte wohl einen anderen Grund: Sidney Sam hat einen Gleitwirbel im Rücken, der ihn schon in Leverkusener Zeiten zu einigen Pausen zwang. Dieses Leiden tritt immer wieder auf, weshalb eine Verpflichtung oder Leihe für zweieinhalb Millionen Euro den Frankfurtern wohl zu riskant erschien.
Nun also weiter mit Schalke. Neu-Trainer André Breitenreiter hat die Entscheidung wie folgt begründet:
Nach Rücksprache mit Manager Horst Heldt und sogar der Mannschaft wurde Sams Wunsch stattgegeben. "Wir wollen ihm diese zweite Chance geben", sagte Breitenreiter dem klubeigenen Fernsehsender.
Sidney Sam will zeigen, dass er mit 27 Jahren seine beste Zeit noch nicht erlebt hat. Schließlich war er schon Teil der Nationalmannschaft und würde dies zu gerne auch wieder werden. Seine Zukunft will er am liebsten beim FC Schalke schreiben. Der Druck ist groß, das weiß Sam. Denn bei aller neuer Harmonie sagte Horst Heldt abschließend:
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