Trainer Michael Frontzeck erklärt Rücktritt bei Bundesligist Hannover 96

Trainer Michael Frontzeck hat beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 seinen Rücktritt erklärt. Das gaben die Niedersachsen offiziell bekannt. Hannover blickt mit 14 Punkten aus 17 Spielen auf die schwächste Hinrunde seit dem Wiederaufstieg 2002. Frontzeck (51) war in der Schlussphase der vergangenen Saison als Nachfolger von Tayfun Korkut verpflichtet worden und führte 96 zum Klassenerhalt.

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Nach Abschluss der Hinrunde findet sich H96 auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.
"Ich habe aktuell im Umfeld von Hannover 96 nicht mehr dieses Vertrauen gespürt. So bin ich zu dem Schluss gekommen, meine Arbeit bei Hannover 96 zu beenden", wurde Frontzeck in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Frontzeck besaß bei den Niedersachsen noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016.

Nachfolger soll zeitnah kommen

Wenig Vertrauen, noch weniger Punkte - Michael Frontzeck ist am Montag als Trainer von Hannover 96 zurückgetreten und damit seiner Entlassung zuvorgekommen. Der 51-Jährige zog die Konsequenz aus der schlechtesten Hinserie des Fußball-Bundesligisten seit dem Wiederaufstieg.
Sein Nachfolger in der niedersächsischen Landeshauptstadt soll zeitnah verpflichtet werden, denn schon am 7. Januar 2016 bricht 96 zu einem einwöchigen Trainingslager ins türkische Belek auf. Größeres Interesse soll an Thomas Schaaf bestehen, nach SID-Informationen fällt intern auch der Name Holger Stanislawski.
Auf dem Markt befinden sich auch Jens Keller, Markus Gisdol und Jos Luhukay, dagegen ist Felix Magath ebenso wie Ex-Coach Mirko Slomka kein Thema. "Bislang habe ich noch keine Trainergespräche geführt. Die neue Situation macht meine Arbeit natürlich nicht leichter. Ergebnisse noch vor Weihnachten sind nicht realistisch", erklärte Geschäftsführer Martin Bader.

Retter ohne Fortune

Dabei war Frontzeck noch am Ende der vergangenen Saison als Retter gefeiert worden. In nur fünf Spielen führte Frontzeck als Nachfolger von Tayfun Korkut die 96-Profis zum Klassenerhalt. Aber mit einem nicht ausgewogen besetzten Kader, zusammengestellt noch von Baders Vorgänger Dirk Dufner, fanden Trainer und Mannschaft in den folgenden Monaten nicht in die Spur. Insbesondere die sechs Heimniederlagen in acht Spielen verärgerten das Publikum nachhaltig.
Bader warf Frontzeck dennoch einige warme Worte hinterher. "Michael Frontzeck ist als Trainer ein ausgewiesener Fachmann. Der Klassenerhalt im Mai wird immer mit seinem Namen verbunden bleiben", lobte er. Doch auch der ehemalige Bundesliga-Profi war wie seine Vorgänger keine Dauerlösung. Seit der Bundesliga-Rückkehr vor 13 Jahren wurden an der Leine neun Trainer verschlissen.
Bei der Suche nach Coach Nummer zehn muss es nun schnell gehen, denn bis zum Trainingsstart nach der Winterpause am 4. Januar 2016 (10.00 Uhr) sollen mehrere neue Spieler verpflichtet werden - am besten in Absprache mit dem Frontzeck-Nachfolger. "Wir wissen, dass wir etwas tun müssen. Sonst ist das Risiko eines Abstiegs sehr hoch", erklärte 96-Präsident Martin Kind.

Neuzugang verkündet

Einen ersten Transfer vermeldeten die Hannoveraner eine Stunde nach Frontzecks Abgang. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler Hotaru Yamaguchi von Cerezo Osaka wurde vorgestellt. Verhandelt wurde auch schon mit dem Norweger Iver Fossum.
"Yamaguchi soll den Konkurrenzkampf in unserer Mannschaft erhöhen. Bei der Integration wird Hotaru sicherlich helfen, dass er mit Hiroshi Kiyotake und Hiroki Sakai zwei Teamkollegen aus der japanischen Nationalmannschaft treffen wird", sagte Bader.
Frontzeck ist der bislang vierte Bundesligatrainer, der in dieser Spielzeit das Saisonende mit seinem Klub nicht mehr erleben wird. Zuvor waren Lucien Favre bei Borussia Mönchengladbach, Alexander Zorniger beim VfB Stuttgart sowie Gisdol bei 1899 Hoffenheim vorzeitig gegangen.
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