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"Zum Kotzen": Borussia Mönchenladbachs Auswärtsfluch steht der Champions League im Weg
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Publiziert 10/04/2016 um 11:22 GMT+2 Uhr
Während der FC Ingolstadt und sein Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl ausgelassen den Klassenerhalt feierten, war Gladbachs Manager Max Eberl so richtig angefressen. "Wir haben Moral gezeigt. Dass wir jetzt wieder mit leeren Händen dastehen, ist zum Kotzen. Das ärgert mich gerade so richtig", sagte Eberl nach dem 0:1 (0:0) der Borussia bei den Schanzern mit finsterer Miene.
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Anstatt im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze Boden gut zu machen, setzte Gladbach seine Horror-Auswärts-Serie fort. Zwei Remis und sechs Pleiten stehen seit dem 4:1 in Berlin am 31. Oktober 2015 in der verheerenden Bilanz - da gehört man normalerweise zu den Abstiegskandidaten. Doch angesichts ganz starker Heimauftritte und patzender Konkurrenten liegt Gladbach weiterhin nur drei Zähler hinter dem Dritten Hertha BSC.
"Wir sind glücklich, dabei sein zu dürfen. Das ist für Gladbach kein Automatismus. Ich habe immer gesagt, dass wir eine fantastische Saison spielen müssen. Das tun wir - aber leider nicht immer", sagte Eberl.
"Labern" bringt nichts
Die Gründe für die Niederlage beim starken FCI hatte ein enttäuschter Trainer André Schubert schnell ausgemacht. "Wir waren im Spielaufbau zu kompliziert, haben Ingolstadt dadurch in die Karten gespielt. Auch in den Zweikämpfen haben wir nicht so dagegenhalten können", monierte er. Man habe sich "nicht schlau angestellt", meinte André Hahn, der ansonsten die üblichen Floskeln bemühte: "Es bringt nichts zu labern, wir müssen den Kopf hoch nehmen und weiter Vollgas geben."
Die nächste Gelegenheit bietet sich schon am Freitag (20.30 Uhr, im Liveticker auf Eurosport.de) gegen Schlusslicht Hannover 96 - aber erneut auswärts. "Vielleicht machen wir mal ein Schweinespiel und gewinnen 1:0", wünschte sich Eberl.
"Schanzer" machen Klassenerhalt klar
Die Laune beim FCI hätte dagegen nicht besser sein können. Nach dem späten Siegtreffer von Torjäger Moritz Hartmann (88.) stand der Audi-Sportpark kopf. Mit 39 Punkten hat der Neuling sein Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Da werde man "nicht mehr klar absteigen", sagte ein stolzer Hasenhüttl mit einem breiten Grinsen und gab seinen Jungs zur Belohnung zwei Tage frei.
Im Gegensatz zu Schubert hatte der Österreicher "ein überragendes Spiel" seiner Mannschaft gesehen: "Vieles hat perfekt funktioniert. Wir haben versucht, den Gegner zu pressen, haben darüber hinaus aber auch Fußball gespielt. Das ist die größte Entwicklung bei uns", unterstrich er nach der siebten Heimpartie ohne Niederlage. Einen Gegner wie Gladbach so "zu bespielen, ist unglaublich".
Plan statt "Ekel-Fußball"
Hatten die Gladbacher beim 0:0 im Hinspiel noch den Ingolstädter "Ekel-Fußball" kritisiert, so hat sich die Einschätzung über den FCI längst geändert. Eberl äußerte "allen Respekt". Ingolstadt habe "einen Plan und den setzen sie unglaublich gut um". Die Mannschaft habe einen "super Charakter", lobte Hartmann. Jetzt wolle man "oben angreifen". Sprach´s - und lachte herzhaft.
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