Bundesliga: Florian Niederlechner lässt SC Freiburg nach Sieg bei Eintracht Frankfurt träumen

Der SC Freiburg hat bei Eintracht Frankfurt mit 2:1 (1:1) gewonnen. SC-Stürmer Florian Niederlechner drehte die Partie nach dem Rückstand von Branimir Hrgota (11.) mit einem Doppelpack zugunsten der Gäste. Der 26-Jährige glich zunächst zum 1:1 aus (25.) und sorgte nach schöner Kombination per Lupfer für den Siegtreffer (59.). Damit liegt der SC (33) nur noch zwei Punkte hinter der Eintracht (35).

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So lief das Spiel:

Ein lahmer zehnminütiger Beginn endete mit einem durch Zufall eingeleiteten Tor von Branimir Hrgota (11.) - dann war das Spiel eigentlich eröffnet. Nach dem relativ schnellen Ausgleich von Florian Niederlechner (25.) wurde es wild.
Plötzlich gingen beide Teams in die Zweikämpfe, es entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, die aus Frankfurter Sicht nach einem zu Unrecht nicht gegebenem Tor durch Ante Rebic - Schiedsrichter Perl sah eine Behinderung des Torwarts - drohte in die Unfairness abzudriften.
Nach dem Seitenwechsel beruhigten sich die Gemüter, die Gastgeber kamen besser aus der Kabine. Das Tor machten jedoch die effektiven Breisgauer. Niederlechner erzielte sein zweites Tor aber aus leichter Abseitsstellung (59.), womit die Frankfurter auch bei der zweiten ein Tor betreffender Fehlentscheidung benachteiligt wurden.
In einer hitzigen Schlussphase, in der sich der SC weit in die eigene Hälfte drängen ließ, hatte Alex Meier in der fünften Minute der Nachspielzeit noch die Riesenchance zum Ausgleich, aber Alexander Schwolow parierte und sorgte damit für die vierte Niederlage der Adler in Folge. Nächste Woche geht es gegen Bayern. Freiburg hingegen ist auf zwei Punkte an die Eintracht herangekommen und schnuppert damit am internationalen Geschäft - auch wenn im Breisgau keiner drüber reden möchte.

Die Stimmen:

Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): "Wahnsinn, was wir derzeit an Rückschlägen wegstecken müssen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber mit dem Ergebnis ist es schon ein Rückschlag. Wir können aber wirklich zufrieden sein, wie die Mannschaft immer wieder reagiert."
Bastian Ozcipka (Eintracht Frankfurt): "Die Führung hat uns eigentlich in die Karten gespielt, aber der Ausgleich darf uns so durch die Mitte nicht passieren. Danach war das Spiel ziemlich zerfahren."
Danny Blum (Eintracht Frankfurt): "Wir haben heute ein reguläres Tor aberkannt bekommen und ein Abseitstor gegen uns. Heute war der Schiedsrichter entscheidend. Das ist für mich kein Fußball mehr, wir können nicht immer jede kleine Szene abpfeifen, wenn einer schreit. Fußball ist ein Männersport."
Florian Niederlechner (SC Freiburg): "Es war das erwartet schwere Spiel. Der Trainer hat uns gut eingestellt, aber wir haben Moral gezeigt. Wir sind eine brutal geile Truppe."
Lukas Kübler (SC Freiburg): "Wir wussten, dass es ein körperliches Spiel wird und ein Kampf. Es war auch entscheidend, dass wir den Sieg mehr wollten. Wir haben die Qualität in diesem Jahr, dass wir die knappen Spiele gewinnen können."

Das fiel auf:

15 Torschüsse, 12:1 Ecken, aber trotzdem viel zu wenig Gefahr im Sechzehner des Gegners. Bei den Frankfurtern mangelt es derzeit an Effektivität. Die Möglichkeiten sind da, also lässt sich die angespannte Personaldecke nicht alleine als Grund anführen.

Der Tweet des Spiels:

Nicht nur Marc Stendera sprach auf Seiten der Frankfurter von Männersport, aber das hier ist doch der schönste Wink.

Die Statistik: 20

Der personifizierte Misserfolg ist sein größtes Manko endlich los. In seinen ersten 19 Bundesliga-Spielen konnte Marc-Oliver Kempf den Platz nie als Sieger verlassen. Gegen Frankfurt, wo er von 2007 bis 2014 spielte, hat es endlich geklappt.
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