Bundesliga: Hertha BSC Berlin feiert Last-Minute-Sieg gegen VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg steckt nach dem 2:3 (2:1) gegen Hertha BSC Berlin weiter im Tabellenkeller fest. Borja Mayoral eröffnete für die Wölfe den Schlagabtausch (12.). Kurz darauf glich Marvin Plattenhardt per Freistoß aus (16.). Paul Seguin sorgte wiederum für die VfL-Führung (18.), bevor Alexander Esswein (69.) und Salomon Kalou per Elfmeter die Partie drehten (90.+1). Paul Seguin sah Gelb-Rot (87.)

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So lief das Spiel:

Mit dem ersten Schuss aufs Tor der Gäste ging der VfL in Führung. Nationalspieler Yannick Gerhardt drang über links in den Strafraum ein und bediente Caligiuri mit einer perfekten Flanke. Den Kopfball des Deutsch-Italieners konnte Hertha-Keeper Rune Jarstein noch glänzend parieren, gegen den Knie-Abstauber von Borja Mayoral war er dann aber machtlos (12.).
Die Antwort der Hertha ließ nicht lange auf sich warten. Herthas Standardspezialist Marvin Plattenhardt zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar über die Mauer zum 1:1 in die Maschen (16.). Quasi im Gegenzug gingen die Hausherren erneut in Front. Gerhardt bediente Youngster Paul Seguin mit einem langen Ball im Sechzehner. Der Mittelfeldspieler aus der "Wölfe"-Jugend nahm den Ball elegant runter und vollendete eiskalt ins lange Eck (18.).
Nach ereignislosem Beginn im zweiten Durchgang stellte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Alexander Esswein auf 2:2. Eine Kopfballabwehr von Jeffrey Bruma landete bei Fabian Lustenberger. Der Schweizer legte quer zu Esswein, der das Spielgerät aus 25 Metern maßgenau ins linke Eck schweißte (69.). Als alles nach einer Punkteteilung aussah, brachte Caligiuri Plattenhardt im Strafraum zu Fall und Salomon Kalou verwandelte den fälligen Strafstoß sicher halbhoch im linken Eck (90.+1).

Die Stimmen zum Spiel:

Pal Dardai (Hertha BSC): "Nach dem Rückstand war es nicht einfach für uns. Der Sieg ist am Ende aber verdient.“
Klaus Allofs (Manager VfL Wolfsburg): "Uns hat in der zweiten Hälfte der Mut verlassen. Es ist keine Frage der Erfahrung, es ist eine der Qualität, die bei uns im Moment nicht da ist. Wenn wir von außen angegriffen werden, muss man als Mannschaft und Verein zusammenstehen."
Valérien Ismael (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben bis zum 2:2 gezeigt, dass wir bereit sind. Wir müssen aber bis zum Schluss einen kühlen Kopf bewahren. Es ist ganz bitter, dass man kurz vor Schluss einen Elfmeter gegen sich bekommt."

Der Tweet zum Spiel: Pfiffe gegen Draxler

Bei seiner Einwechslung in der 78. Minute für Torschütze Mayoral wurde Draxler von den eigenen Fans mit einem kurzen, aber knackigen Pfeifkonzert bedacht.

Das fiel auf: Ismaël verteilt Denkzettel

"Wir kriegen Woche für Woche ein klareres Bild, welcher Spieler bereit ist, den Weg mitzugehen. Daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen", hatte VfL-Coach Valérien Ismaël nach dem dürftigen 1:1 in Ingolstadt angekündigt. Der Franzose setzt seine Worte in die Tat um und verbannte gegen die Hertha mit Julian Draxler, Daniel Didavi und Luiz Gustavo gleich drei Topstars auf die Bank.
Ismaëls Erklärung unmittelbar vor der Partie: "Wir müssen schauen, welche Spieler bereit sind. Wir sind im Abstiegsampf und brauchen jetzt andere Tugenden. Da kann ich keine Rücksicht auf Namen nehmen."

Die Statistik: 250

VfL-Torwart Diego Benaglio stand im Spiel gegen die Hertha am Samstag zum insgesamt 250. Mal in der Bundesliga zwischen der Pfosten.
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