Endspurt auf dem Transfermarkt für Leverkusen, den HSV, Mainz, Augsburg und Darmstadt

Das Transferfenster in Deutschland schließt am 31. Januar. Noch bleibt den Bundesligisten also etwas Zeit, Spieler einzukaufen oder abzugeben. Einige Kader sind bereits komplett, doch bei diversen Klubs wird noch auf Verstärkung gehofft. Wo besteht noch Handlungsbedarf, wie stehen die Chancen auf kurzfristige Verstärkungen? Eurosport.de hat den Überblick.

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Bayer Leverkusen:

"Dünnes Eis", nennt Trainer Roger Schmidt die Personaldecke des ambitionierten Werksclubs. Vor allem in der Offensive ist das Risiko groß. "Was ein Ausfall wie der von Karim Bellarabi bewirken kann, haben wir gesehen", mahnt Schmidt.
Der schnelle Angreifer fehlte aufgrund eines Sehnenrisses nahezu die komplette Hinrunde, was für den Sportdirektor einer der Hauptgründe dafür war, dass bei Bayer vorne statt eines Sturms oft nur ein laues Lüftchen wehte. Alarmierend ist zudem, dass sowohl Stefan Kießling (Hüfte) als auch Kevin Volland (Trainingsrückstand) noch nicht wieder voll fit sind. "Wir haben noch ein paar Tage Zeit bis zum 31. Januar", weiß Schmidt.
Wahrscheinlich wird die Personalie Leon Bailey jetzt schon in diesem Winter heiß, es wäre ein Vorgriff auf die neue Saison. 19 Jahre ist der Jamaikaner vom KRC Genk alt, gilt als Top-Talent und torgefährlich. Seine Stärken liegen in der Schnelligkeit und im Dribbling. Das Profil passt.

Hamburger SV:

Der abstiegsbedrohte Dino präsentierte am Samstag mit den Neuzugängen Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos bereits eine neue Innenverteidigung. Abgeschlossen sind die Personalplanungen in diesem Winter jedoch nicht.
Für den ebenfalls neuen Sportdirektor Jens Todt wird die letzte Woche der Transferperiode Schwerstarbeit. Weil Verteidiger Johan Djourou mit einer Innenbandzerrung schwächelt sowie Cléber und Emir Spahic, der sich ins Training einklagen will, nicht mehr da sind, wird sogar über die Verpflichtung eines weiteren Abwehrspielers nachgedacht werden müssen.
Priorität hat jedoch die Suche nach einem defensiven Mittelfeldspieler. Namen potenzieller Kandidaten sickerten bislang noch nicht durch, zuletzt wurde in der Öffentlichkeit eine Rückholaktion von Abräumer Nigel de Jong (32, Galatasaray Istanbul) diskutiert. Der Niederländer spielte bereits von 2005 bis 2009 für die Rothosen, ehe er zu ManCity wechselte. "Wir wollen uns nicht unter Druck setzen lassen", betont Todt, der gleichzeitig noch den Kader ausdünnen möchte.
Aaron Hunt steh vor einer Ausleihe, ebenso Alen Halilovic, um den sich neuerdings Las Palmas bemühen soll.

FSV Mainz 05:

Bei dem Angebot für Yunus Malli vom VfL Wolfsburg konnten die Mainzer nicht nein sagen. Für 12,5 Millionen wechselte der torgefährliche Spielmacher nach Niedersachsen. Genauso schwer wie die Freude über den Geldregen wiegt allerdings auch der sportliche Verlust. Malli war ein Schlüsselspieler bei den Rheinhessen - sein Fehlen wurde bei der Nullnummer am Sonntagabend gegen den 1. FC Köln deutlich. Malli vollstreckte nicht nur (sechs Tore), sondern legte auch vor (sieben Assists).
Momentan befindet sich Mainz mit 21 Punkten nach dem 17. Spieltag noch voll im Soll. Die Angst, unten reinzurutschen schwingt bei den Verantwortlichen jedoch mit. Für Sportdirektor Rouven Schröder ist sie der Antrieb, sich auf dem Transfermarkt noch einmal genau umzuschauen, ob es dort nicht doch noch eine Verstärkung für das Kreativzentrum gibt.

FC Augsburg:

Alfred Finnbogason und Caiuby sind Stürmer mit Qualität. Das Problem: Sie sind schwer verletzt, ihre Rückkehr ins Mannschaftstraining ist nicht absehbar. "Zeitnah ist sie nicht zu erwarten", bestätigt FCA-Manager Stefan Reuter.
Bislang hat er alle Nachfragen nach Winterverpflichtungen abgeblockt, das 0:2 gegen 1899 Hoffenheim am 17. Spieltag hat allerdings gezeigt, dass durchaus Bedarf im Angriff besteht. Sechs Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz sind nicht gerade ein komfortables Polster, wenn man bedenkt, dass die direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg und Werder Bremen die nächsten Gegner sind.
Reuters finanzieller Spielraum ist begrenzt, was die Umsetzung eines Transfers in der finalen Phase der Transferperiode schwierig gestaltet.

SV Darmstadt 98:

Mit dem neuen Trainer Torsten Frings soll der Abstieg irgendwie abgewendet werden. Die Beschwörung des Teamgeistes steht an erster Stelle, während Victor Obinna und Florian Jungwirth wohl gehen können. Mit Terrence Boyd kam dafür ein Neuer. 2012 wechselte er vom BVB zu Rapid Wien und zwei Jahre später nach Leipzig. In der laufenden Saison kam der 25-Jährige nur für die Regionalligamannschaft der Roten Bullen zum Einsatz. In neun Partien für RB II gelangen ihm fünf Treffer.
Natürlich sichten die Darmstädter momentan weiter den Markt, der Wunsch, sich noch zu verstärken, ist definitiv vorhanden. Die Erfolgsaussichten sind jedoch gering. Es ist sehr wenig Geld da.
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