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Eurosport-Check zum Bundesligastart - Eintracht Frankfurt: Kovac und das Meier-Problem
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Publiziert 16/08/2016 um 17:43 GMT+2 Uhr
Die Vorsaison endete beinahe mit dem Absturz in die Zweitklassigkeit. Erst der Gnadenbesuch in der Relegation rettete Eintracht Frankfurt vor dem Abstieg. Das war auch der Verdienst von Trainer Nico Kovac. Die Aufgabe zur neuen Saison ist für den Kroaten allerdings kaum leichter. Besonders die Offensive krankt - und ist abhängig von einem Spieler. Der Saisoncheck von Eurosport.
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Die wichtigsten Veränderungen
Der neue starke Mann bei der Eintracht heißt Fredi Bobic. Der 44-Jährige übernahm die Geschicke von Herbert Bruchhagen als Vorstandsvorsitzender im Verein. Sein Anforderungsprofil an neue Spieler: jung, talentiert und entwicklungsfähig. Aus dem Nachwuchs von Real Madrid kamen Innenverteidiger Jesus Vallejo (Leihe) und der defensive Mittelfeldspieler Omar Mascarell, die vor allem den zuletzt schleppenden Spielaufbau beleben sollen.
Mit den Leihspieler Guillermo Varela (Manchester United) und Michael Hector (FC Chelsea) wurden zwei weitere Defensivakteure verpflichtet. Mit Varela sollen die anhaltenden Probleme auf der rechten Verteidigerposition behoben werden. Für mehr Konkurrenzkampf und Tempo in der Offensive wurden Danny Blum (Nürnberg), Ante Rebic (ausgeliehen von AC Florenz) und Branimir Hrgota (Borussia Mönchengladbach) geholt.
Zwei Leistungsträger mit viel Erfahrung verlor die Eintracht dagegen mit Carlos Zambrano und Stefan Aigner. Zambrano machte Gebrauch von seiner Ausstiegsklausel und wechselte für magere 1,5 Millionen Euro zu Rubin Kasan, Aigner kehrte zurück zum TSV 1860 München.
Wer steht im Fokus?
Was wäre die Eintracht ohne Alex Meier? Der Stürmer ist Identifikationsfigur, Alleinunterhalter und Lebensversicherung des Vereins. In der vergangenen Saison war er mit zwölf Treffern erfolgreichster Eintracht-Spieler, obwohl er verletzungsbedingt nur in 19 Spielen zum Einsatz kam. Blieb er verletzungsfrei und spielte stark, stand es auch um die Eintracht in der Vergangenheit gut. Allerdings ist Meier mittlerweile auch 33 Jahre alt - und taugt nicht ewig als Lebensversicherung.
So lief die Vorbereitung
Zimperlich ging Kovac mit der Mannschaft nicht um. Das Pensum war hoch, die Einheiten kräftezehrend. An der nötigen Fitness sollte es der Eintracht daher nicht mangeln. Die Testspiele bestritt Frankfurt zumeist siegreich, ohne zu glänzen.
Der Wille zu mehr Offensive und schnellerem Umschaltspiel war dabei zu erkennen, braucht aber noch seine Feinjustierung. Der letzte Härtetest vor dem Saisonstart gegen Celta Vigo konnte mit 3:1 gewonnen werden. Leistungsträger wie Marco Russ (Krebserkrankung) und Marc Stendera (Kreuzbandriss) verpassten die Vorbereitung.
Wo könnte es Probleme geben?
So wichtig Meier für die Eintracht ist, seine Abhängigkeit ist gefährlich. Denn fehlt er, ist bei der Eintracht offensiv nicht viel los. Eine klare Lösung bietet der Kader für dieses Problem allerdings nicht an. Haris Seferovic wirkte bislang in seinen Leistungen zu launisch, Luc Castaignos konnte sein Potenzial noch nicht zeigen und die Neuen Hrgota und Rebic galten bei ihren alten Vereinen auch nicht als große Torjäger.
Mit Aigner ließ die Eintracht zudem einen zuverlässigen Scorer ziehen. Ein anderes Problem könnte die internationale Ausrichtung sein. Spieler aus 17 Nationen befinden sich im Kader - Kommunikationsprobleme sind vorprogrammiert.
Die beste Elf
Die Eurosport-Prognose:
Defensiv zeigte die Eintracht unter Kovac zuletzt deutliche Fortschritte. Das große Manko bleibt aber die Offensive. Das Spiel der Eintracht muss nach vorne deutlich an Schnelligkeit, Variabilität um Zug zum Tor gewinnen - ein entscheidender Nachteil der abgelaufenen Saison.
Hier muss Kovac ansetzen. Die Neuzugänge sind vielversprechend, aber größtenteils noch keine fertigen Spieler. Für Frankfurt dürfte es daher in dieser Saison erneut gegen den Abstieg gehen.
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