Eurosport
Hamburger SV: Der Fußball-Gott muss HSV-Fan sein - "Das wird ein Mega-Endspiel!"
Von
Publiziert 14/05/2017 um 12:09 GMT+2 Uhr
Dank Pierre-Michel Lasogga hat der Hamburger SV sein Schicksal in der Bundesliga weiter in der eigenen Hand und schwört sich nach dem glücklichen 1:1 beim FC Schalke 04 bereits auf das "Mega-Endspiel" gegen den VfL Wolfsburg (Sa., 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) ein. "Den letzten Schritt müssen wir noch gehen", sagt Trainer Markus Gisdol.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Der Fußball-Gott muss blau-weiß-schwarze Socken tragen. Anders ist der massive Dusel der Nordlichter nicht zu erklären.
Zwar sind die HSV-Fans einiges gewohnt, aber was in der Schlussphase beim 1:1 gegen Schalke abging, war nichts für schwache Nerven. Ausgerechnet "Joker" Pierre-Michel Lasogga, der seit über einem Jahr nicht mehr getroffen hatte, hielt den HSV weiter im Rennen (90.+2).
Natürlich gehörte auch etwas Glück dazu, dass der Treffer von Sead Kolašinac zum vermeintlichen 2:1 (90.+4) nicht gegeben wurde - der Ball hatte beim Eckball zuvor wohl in der Luft die Grundlinie ins Aus überflogen.
HSV-Torschütze Lasogga erklärte bei "Sky":
Nach dem 1:1 gegen Schalke hat es Hamburg wieder selbst in der Hand, die dritte Relegation seit 2014 abzuwenden. Direkt absteigen kann der Hamburger SV nicht mehr, mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) kann der HSV sogar aus eigener Kraft in der Bundesliga bleiben.
Volle Konzentration auf den Showdown
Eine Ausgangssituation, an die selbst Trainer Markus Gisdol nicht mehr recht geglaubt hatte. Trotz aller Freude warnte der Coach eindringlich vor allzu viel Euphorie:
Mit nur einem Spiel kann der HSV eine äußerst grottige Saison vergessen machen.
Vorstandschef Heribert Bruchhagen forderte:
Rechenspiele im Abstiegskampf
Das Hinspiel hatte Hamburg verloren, 0:1 durch Mario Gomez. Der wetzte am Samstag bereits die Messer:
Mit dem FC Augsburg (14., 37 Punkte, Torverhältnis minus 16) könnte es aber auch noch eine dritte Mannschaft erwischen. Voraussetzung dafür ist, dass Hamburg (16., 35, -29) gegen Wolfsburg (15., 37, -17) gewinnt, Augsburg in Hoffenheim verliert und dabei zwei Gegentreffer mehr als die Wölfe kassiert.
Mainz 05 (13., 37, -9) müsste derweil in Köln mindestens mit zehn Toren Unterschied verlieren, wenn Augsburg punktet und der HSV die Wolfsburger mit 1:0 (oder 2:1, 3:2...) schlagen sollte. Sollten zwei Teams die gleiche Punktzahl und Tordifferenz haben, entscheidet die Zahl der erzielten Tore, danach erst der direkte Vergleich.
Diekmeier: "Das wird ein Mega-Endspiel"
Der "Fastabsteiger" von 2014 und 2015 benötigt derweil einen Sieg, um wirklich sicher zu sein. Damals wurde der HSV von der Unterstützung der ganzen Stadt getragen. Nach dem 1:1 gegen Schalke könnte das fast schon erloschene Feuer der HSV-Fans noch einmal aufflammen.
HSV-Verteidiger Dennis Diekmeier sagte bei "Sky":
Aber wenn der Fußball-Gott wirklich ein HSV-Fan sein sollte, kann im Abstiegskampf nichts schiefgehen.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung